ADAC: Kindersitze für lange Zeitspanne meist „Kompromisslösung“

München (AFP) – Der ADAC hat Autokindersitze unter die Lupe genommen und zur Vorsicht bei mitwachsenden Sitzen geraten. Zwar seien 14 von 26 getesteten Sitzen mit gut und sieben mit befriedigend bewertet worden und nur fünf Sitze seien nicht empfehlenswert, teilte der ADAC am Dienstag mit. Bei allen vier mit ausreichend bewerteten Sitzen handle es sich um mitwachsende Sitze für Kinder ab der Geburt bis zum zwölften Lebensjahr.

Kompromisslösungen bei Kindersitzen können gefährlich werden

Wegen zu hoher Schadstoffbelastung vergaben die Tester zudem einmal die Bewertung mangelhaft. Zwischen der Geburt und dem zwölften Lebensjahr kämen normalerweise drei verschiedene Kindersitze zum Einsatz, erklärten die ADAC-Tester. „Die Kompromisse, die bei nur einem Produkt für alle Bedürfnisse gemacht werden müssen, wirken sich negativ auf die Sicherheit und die Handhabung aus“, mahnte der Automobilclub. Die „Kompromisslösungen“ seien nicht auf Größe, Gewicht oder Alter der Kinder spezialisiert.

Die mitwachsenden Sitze hätten bei den Crashtests schlechter abgeschnitten, zudem erschwere das hohe Eigengewicht den Einbau und unterschiedliche Einbauarten erhöhten das Risiko von Fehlern. Für Säuglinge seien die Gurte außerdem oft unpassend und die lange Nutzungsdauer erhöhe den Verschleiß.

Für Großeltern könne ein mitwachsender Sitz „eine gute Option“ sein, resümierte der ADAC. In vielen Fällen sei es aber sicherer und sinnvoller, drei Sitze während der langen Zeitspanne zu nutzen – eine Babyschale, einen Kleinkindersitz und eine Sitzerhöhung mit Rückenstütze.

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hcy/ilo

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AFP

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