Tipps für einen sanften und gesunden Schulstart Der erhobene Zeigefinger gehört allein den Schulkindern (Von Ralf ISERMANN)

Schulstart Einschulung
Bild: © detailblick-foto / Adobe Stock

München (AFP) – Der erhobene Zeigefinger gehört mit dem nun in den ersten Bundesländern beginnenden neuen Schuljahr nur den Kindern zum Aufzeigen im Unterricht: Statt unerbetene Tipps zu geben oder ein Klima der Angst zu pflegen, sollten Eltern und Verwandte jetzt gerade für die Erstklässler die Weichen für eine freudige Schulzeit stellen. Einige Tipps:

WIE GELINGT DER NEUE ALLTAG?

Damit die Kinder nicht übermüdet im Klassenzimmer sitzen, sollten Eltern möglichst frühzeitig den neuen Schlafrhythmus einführen. Der Morgen sollte ohne Hektik und mit einem gemeinsamen Frühstück beginnen. Schule sollte grundsätzlich nicht mit Angst behaftet sein. Experten raten Eltern und der Verwandtschaft daher, Sprüche wie „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“ oder „Von nun an weht ein anderer Wind“ besser zu lassen. Dadurch werde das Kind nur unnötig unter Stress gesetzt.

WAS IST FÜR DIE GESUNDE ERNÄHRUNG WICHTIG?

Eine leckere und gesunde Ernährung ist gut für Körper und Geist, Konzentration und Leistungsfähgikeit. Dazu zählen Experten etwa Brote mit vollem Korn, Kartoffeln, viel Gemüse und Obst. Auch Milch und Milchprodukte sind wichtig – Fleisch, Fisch und Eier eher in Maßen. Streichfette und Öle sollten selten verwendet werden, ebenso Süßigkeiten und gezuckerte Snacks.

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[blockquote align=“none“ author=““]Regelmäßiges und ausreichendes Trinken ist ebenso wichtig, Schulkinder brauchen etwa einen bis anderthalb Liter Flüssigkeit pro Tag. Dabei sollten Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen gegen den Durst gewählt werden.[/blockquote]

WELCHES PAUSENBROT EIGNET SICH?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Pausenverpflegung, die sich individuell an den Wünschen des Kinds orientiert. Als Grundlage eignen sich gut Vollkornbrote, die dünn mit Butter oder Margarine bestrichen sind und mit fettarmer Wurst oder Käse belegt werden können. Frisches Obst und Gemüse, möglichst mundgerecht vorbereitet, sind ein gesunder Snack für die Pausen – ebenso Nüsse. Auch ein ungesüßtes Müsli, Joghurt oder Trinkmilch sind gute Zwischenmahlzeiten – zum Durstlöschen sollte aber kein Kakao genommen werden.

WAS IST MIT EIN BISSCHEN HIRNDOPING?

Manche Eltern verzweifeln mit ihren Kindern am Schulstress etwa durch das ungewohnte Stillsitzen und versprechen sich von Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminen oder Mineralstoffen die von den Herstellern versprochene Wunderwirkung für Konzentration und Leistungsfähigkeit. Experten der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnen, dass die oft sehr teuren Mittel in der Regel überflüssig sind. Im Gegenteil können sie auch zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Kopfschmerzen führen. Für Kinder ist es wichtiger, dass sie ausreichend Erholung und Bewegung haben – bei tatsächlichen schulischen Problemen sollten Eltern im Zweifel rechtzeitig das Gespräch mit den Lehrern suchen.

WIE VIEL TASCHENGELD SOLLTEN ERSTKLÄSSLER BEKOMMEN?

Zu dem Gefühl, nach der Kindergartenzeit nun ein großes Kind zu sein, gehört für viele Mädchen und Jungen eine gewisse finanzielle Eigenständigkeit. Die Kinder lernen mit dem Schulbeginn die Grundrechenarten und können nun auch selbst durch Einkäufe den Umgang mit dem eigenen Geld erlernen – natürlich in einem für sie überschaubaren Umfang. Im Alter von sechs oder sieben Jahren empfehlen Experten ein Taschengeld von ein bis zwei Euro pro Woche – je jünger, desto weniger. Sechsjährige sollten also eher einen oder 1,50 Euro erhalten, Siebenjährige 1,50 Euro oder zwei Euro.

 

ran/cfm


 

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