Thüringens Bildungsminister Holter verteidigt Idee für Ost-West-Schüleraustausch Linken-Politiker: Weiter große Unterschiede und Vorbehalte zwischen Landesteilen

Schilder Osten Westen
Bild: © Thomas Reimer / Fotolia

Schwerin (AFP) – Thüringens Kultusminister Helmut Holter (Linke) hat seine Idee für einen Schüleraustausch zwischen Ost und West verteidigt.

Es gebe weiter große Unterschiede und Vorbehalte zwischen den Menschen in beiden Landesteilen, sagte der Vorsitzende der Kultusministerkonferenz der „Schweriner Volkszeitung“ vom Freitag. Begegnungen seien wichtig.

Der Vorschlag Holters war auf Skepsis und Kritik gestoßen. So erklärte der Deutsche Lehrerverband, die Lebenswelten von Schülern in Ost- und Westdeutschland hätten sich inzwischen stark angenähert. Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), nannte die Idee „sicherlich gut gemeint“. Sie sei ihrer Meinung heute allerdings nicht mehr zeitgemäß.

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Dem widersprach Holter. Es gebe „Vorbehalte, die teilweise nicht nur erhalten geblieben, sondern neu entstanden sind“. Diese würden an nachfolgende Generationen weitergegeben. Begegnungen und Lernen „an authentischen Orten“ seien daher wichtige Gegenmittel, sagte der Thüringer Landesminister.

 

bro/cfm


 

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