Stressfrei Rechnen und Mathematik lernen
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Schon in der Grundschule stehen zahlreiche Schüler und Schülerinnen mit dem Fach Mathematik auf dem Kriegsfuß. Es ist das am meisten in Anspruch genommene Nachhilfefach in Deutschland. Kaum ein Schulfach ist mit so viel Angst besetzt wie Mathematik. Hier folgen fünf Tipps, um stressfrei mit Mathe zurecht zu kommen.

Rechenschieber für die Schule.
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1. Eine positive Grundhaltung einnehmen

Mathe ist rätselhaft, uninteressant und, wenn überhaupt, nur etwas für Jungs. Soweit die Vorurteile. Deshalb ist einer der grundlegenden Schritte in Richtung Matheverständnis und bessere Noten eine positive Grundeinstellung in der Familie. Die Eltern können Mathe dabei mit simplen Mitteln erlebbar machen.

Im ersten Schritt kann man seinem Kind die schöpferischen Facetten von Mathematik zeigen – zum Beispiel indem man gemeinsam geometrische Formen malt und diese dabei erklärt oder indem man das Taschengeld zählt und damit kleine Aufgaben durchrechnet. Weiterhin ist das Erlernen des Einmaleins viel spannender und eingängiger in einer gesungenen Version – zum Beispiel mit Hilfe von beliebten Melodien. So fördert man das Kind beinahe automatisch, da es erlebt, dass Mathe nicht nur ein reines Lernfach ist, sondern spaßige Abwechslung bieten kann.

2. Erfolgserlebnisse schaffen

Unmotivierte Schüler und schlechte Noten sind oft das Ergebnis aus einem Teufelskreis: Unverständnis > schlechte Noten > Gefühl des Misserfolgs > wenig Selbstvertrauen > Demotivation > Angst > schlechte Noten.

Diesen Kreislauf kann man jedoch durchbrechen, indem man Erfolgserlebnisse schafft. Das beginnt damit, die Rolle die Mathematik im Alltag fassbar zu machen. Auch Belohnungen können motivieren, doch müssen diese nicht unbedingt materiell sein: Online-Lernspiele und -Apps bieten eigene Belohnungssysteme, wie spannende Geschichten oder freischaltbare Kleidungsstücke für selbst erstelle Avatare.

Auch förderlich ist es, dem Kind bewusst zu machen, was es schon alles kann und erreicht hat.


Mathematik zum Anfassen:

Malen nach Zahlen mit Mathematik
Ein perfektes Beispiel, wie man Mathematik erlebbar machen kann! (Bild: © Nattaya / Adobe Stock)

3. Angst vor schlechten Zensuren nehmen

Ist der negative Kreislauf erst einmal durchbrochen, kommen Motivation und Selbstsicherheit in Mathe fast von allein. Oft hängt die Angst vor dem Fach aber auch direkt mit dem Negativerlebnis der schlechten Zensur zusammen. Eltern sollten Kinder bei schlechten Zensuren daher nicht bestrafen. Besser ist es, im Gespräch mit dem Lehrer Kompetenzen und Mängel des Kindes zu analysieren und das Kind dann gezielt dem Fach zu fördern. Auch hier ist es abermals wichtig, Erfolgserlebnisse zu schaffen und dem Kind klarzumachen, was es schon kann.

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4. Ursachenforschung

Für demotivierte Mathematikschüler gibt es vielfältige Gründe – auch abseits des Fachs. Ganz generell kann man sein Kind im ersten Schritt vor allem dann fördern, wenn man analysiert, woran es bei dem Kind beim Rechnen genau hapert. Hier kann ein Gespräch mit dem Lehrer weiterhelfen. Die Ursachen für demotivierte Schüler und schlechte Zensuren können vielfältig sein und müssen nicht unbedingt an Unverständnis für das Fach selbst liegen. Denkbar sind nämlich auch Schwierigkeiten mit dem Lehrer, Ärger mit Mitschülern, allgemeiner Schulstress und vieles mehr.

Wenn wirklich das Matheverständnis selbst der Schwachpunkt ist, so kann eine nachhaltige Förderung bei den Stärken und Schwächen ansetzen und beides trainieren. Über die entstehenden Stärken werden Erfolgserlebnisse geschaffen und somit dann ein Kompetenzgefühl erreicht. Der Teufelskreis wird so durchbrochen.

5. Kinder zur Selbsthilfe erziehen

Auch wenn man seinem Kind helfend unter die Arme greift und natürlich mühelos selbst das Ergebnis einer Aufgabe errechnen würde – in der Schule und während der Klassenarbeit sitzt man nun mal nicht unterstützend neben dem Nachwuchs. Steht man jedoch zuhause immer zur Verfügung, verlässt sich das Kind auf diese Absicherung, anstatt selbständig nach einer Lösung zu suchen. Besser ist es deshalb, dem Kind die Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Auch wenn es schwierig scheint, sollte man dem Kind lieber einen (angemessenen) Zeitrahmen zum Lösen der Aufgaben geben und dieses dann im Anschluss gemeinsam durchgehen. Diese Vorgehensweise hilft dem Kind nachhaltig und ermutigt es zur Selbständigkeit.


Im Video: Dumbo kommt wieder ins Kino!

(Trailer startet eventuell nach einer kurzen Werbung)


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