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Bild: © JoyImage / Adobe Stock

Die Firma Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH und Co. KG ruft aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ihre sämtlichen Produkte zurück. Betroffen sind ausnahmslos alle im Unternehmen hergestellten Erzeugnisse, mit sämtlichen Mindesthaltbarkeits- und Verbauchsdaten. Die betroffenen Waren sind durch das auf allen Verpackungen angebrachte ovale Identifikationskennzeichen „DE EV 203 EG“ eindeutig zu identifizieren. Waren der Fa. Wilke wurden aber auch in loser Form über den Lebensmitteleinzelhandel (z.B. Wurstetheken) und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung (z.B. Krankenhausküchen, Kantinen) in den Verkehr gebracht.

Bereits zwei Todefälle durch Listerien bekannt:

Grund des Rückrufes ist, dass nach dem Stand der behördlichen Ermittlungen ein Zusammenhang von Produkten der Fa. Wilke mit einem lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch bestehen soll, der durch das Bakterium Listeria monocytogenes ausgelöst wurde. Darüber hinaus gibt es mittlerweile zwei bekannte Todesfälle, welche auf betroffene Produkte zurückzuführen sind.

Tatsächlich erstreckt sich der Rückruf weltweit, da laut „HNA“ auch Gebiete außerhalb Europas beliefert wurden. Das knapp 80 Jahre Unternehmen wurde von den Behörden geschlossen.

Listerien: besonders tückisch für Schwangere und ungeborene Kinder!

Eine Listerien-Erkrankung äußert sich meist innerhalb von 14 tagen nach Infektion mit Durchfall und Fieber. Insbesondere Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können auch schwere Krankheitsverläufe mit Blutvergiftung und Hirnhautentzündung entwickeln. Bei Schwangeren kann, sogar ohne Symptome, das ungeborene Kind geschädigt werden.

Personen, die betroffene Produkte verzehrt haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten dringend ärztliche Hilfe suchen – und ihren Arzt aktiv auf eine mögliche Listerien-Infektion hinweisen. Schwangere, die betroffene Produkte verzehrt haben, sollten sich auch ohne jegliche Symptome in Behandlung begeben und sich intensiv beraten lassen! Für andere Personen ohne Symptome ist das nicht notwendig.

Verbraucherinnen und Verbraucher, welche betroffene Produkte gekauft haben – jedoch noch nicht verzehrt haben, werden gebeten, die Produkte in den jeweiligen Einzelhandelsverkaufsstellen zurück zu geben. Der Kaufpreis wird erstattet.

Bitte besondere Vorsicht:

Da – wie oben beschrieben – auch lose Ware (wie Aufschnitt an der Fleischtheke) und Kantinen von dem Rückruf betroffen sind, muss man grundsätzlich darauf hinweisen, dass dieser Rückruf eine gewaltige Abstrakte Größe hat. Es kann also gut sein, dass man sich mit Listerien infiziert hat, ohne es zu wissen. Sollte man also beschriebene Symptome aufweisen, ohne darüber in Kenntnis zu sein, ein solches Produkt verzehrt zu haben, wäre auch in diesem Fall ein Arztbesuch empfehlenswert, um abzuklären, ob man betroffen ist.


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