Zahl der Beleghebammen weiter gesunken Bundesweit nur noch rund 1770 solcher freiberuflicher Hebammen

Schwangere Frau liegend hält Ultraschallbilder und Mutterpass
Bild: © mmphoto / Fotolia

Düsseldorf (AFP) – Die Zahl sogenannter Beleghebammen, die Frauen von der Schwangerschaft bis zur Geburt in einer Klinik begleiten, ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Im Jahr 2016 gab es nur noch 1776 solcher Hebammen in Deutschland – 2012 waren es noch knapp 2000, wie die „Rheinische Post“ am Donnerstag unter Berufung auf das Statistische Bundesamt berichtete.

Der Verein „Mother Hood“, der sich für eine bessere Versorgung in der Geburtshilfe einsetzt, sprach von einer katastrophalen Entwicklung. Freiberufliche Beleghebammen sind bei werdenden Müttern besonders beliebt, weil sie die Frauen während der gesamten Schwangerschaft und oft auch nach der Geburt begleiten. Ein Teil der Beleghebammen arbeitet auch im Klinik-Schichtdienst.

Seit Jahren bereiten den freiberuflichen Hebammen, die in der Geburtshilfe tätig sind, die steigenden Haftpflichtprämien massive Probleme. Viele haben deshalb nach Angaben des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) der Geburtshilfe bereits den Rücken gekehrt und betreuen Mütter nur noch vor und nach der Geburt.



Dem Verband zufolge sind insgesamt noch rund 2600 Hebammen freiberuflich in der Geburtshilfe tätig. Sie begleiten gut ein Fünftel aller Geburten in Kliniken, Geburtshäusern und zu Hause.

 


hex/cha


 


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