Was sich 2019 für Verbraucher ändert

Mehr Netto vom Brutto, mehr Mieterschutz, mehr Recycling

Das ändert sich 2019
Bild: © Daniel Berkmann / Adobe Stock

Berlin (AFP) – Die Beiträge zur Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung sinken, erstmals gibt es Fahrverbote in Deutschland und Mieter werden besser geschützt.

MEHR NETTO VOM BRUTTO

Der Beitrag für die Arbeitslosenversicherung sinkt zum Januar von 3,0 auf 2,5 Prozent. Ab Neujahr teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer zudem wieder den Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung zu gleichen Teilen – für Arbeitnehmer ist das eine Entlastung. Der Zusatzbeitrag sinkt im Schnitt von 1,0 auf 0,9 Prozent. Für Selbständige mit geringem Einkommen halbiert sich der Mindestbeitrag auf 171 Euro pro Monat. Außerdem gibt es höhere Steuerfreibeträge und einen Ausgleich für die sogenannte kalte Progression im Steuertarif. Der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt hingegen um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent – für Kinderlose auf 3,3 Prozent.

MEHR KINDERGELD

Eltern erhalten ab Juli mehr Kindergeld. Es steigt für das erste und zweite Kind von 194 auf 204 Euro.

RENTE

Ab Juli sollen die Renten im Westen voraussichtlich um 3,18 Prozent und im Osten um 3,91 Prozent steigen. Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern sollen einen halben Rentenpunkt zusätzlich angerechnet bekommen.

BRÜCKENTEILZEIT

In Firmen mit mehr als 45 Beschäftigten haben diese ab Januar das Recht, nach einer Teilzeitbeschäftigung wieder voll zu arbeiten. Die Teilzeitphase kann zwischen einem und fünf Jahren dauern. Unternehmen mit bis zu 200 Beschäftigten müssen aber nur einem von 15 den Anspruch gewähren.

MINDESTLOHN STEIGT

Der Mindestlohn klettert zum 1. Januar von aktuell 8,84 Euro pro Stunde auf 9,19 Euro, ab 2020 weiter auf 9,35 Euro.

MIETEN

Mieter sollen besser vor hohen Mietsteigerungen geschützt werden – das Gesetz könnte noch im Januar in Kraft treten. Die Umlage der Modernisierungskosten wird stärker begrenzt; in Gebieten, wo die Mietpreisbremse gilt, müssen Vermieter angeben, wie hoch die Vormiete war und warum. Das Justizministerium hat zudem angekündigt, dass die Mietspiegel reformiert werden und sich auf einen längeren Zeitraum beziehen sollen.

FAHRVERBOTE

2019 müssen mehrere Städte Fahrverbote für ältere Diesel verhängen – in Stuttgart müssen bereits ab Januar Diesel bis zur Euronorm 4 der Umweltzone fernbleiben. In Gelsenkirchen gilt ab Juli für die Kurt-Schumacher-Straße ein Fahrverbot für Diesel bis Euro 5, in Essen für die Umweltzone und die Autobahn im Stadtgebiet für Euro-4-Diesel und ab September für Euro-5-Diesel. In Berlin dürften ab Juni Fahrverbote für acht Straßen gelten.


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ELEKTRO-DIENSTAUTOS UND JOBTICKETS:

Wer ein Elektro-Dienstauto privat nutzt, muss dies bislang mit einem Prozent des inländischen Listenpreises pro Kalendermonat versteuern. Für E-Autos, die in den nächsten drei Jahren angeschafft werden, halbiert sich die Steuerbelastung. Verbilligte Jobtickets für den Nahverkehr sind künftig gänzlich steuerfrei.

TELEFONATE INS EU-AUSLAND

Telefonieren und das Versenden von SMS ins EU-Ausland wird ab Mitte Mai billiger. Der Preis für Auslandstelefonate wird auf 19 Cent pro Minute gedeckelt. Das Versenden einer SMS darf maximal sechs Cent kosten.

AUS FÜR TAN-LISTEN

Nummern durchstreichen auf Papierlisten – was lange Zeit zum Online-Banking dazugehörte, wird Mitte September abgeschafft. Das Verfahren gilt nicht mehr als sicher genug.

VERPACKUNGSGESETZ MIT HÖHEREN RECYCLINGQUOTEN

Ab Januar gilt das Verpackungsgesetz, das höhere Recyclingquoten für Glas, Papier, Metalle, Verpackungen und Kunststoffe vorschreibt. Die Recyclingbranche erwartet, dass höhere Kosten auf die Verbraucher abgewälzt werden.

NEUE GELDSCHEINE

Ab 28. Mai gibt es die neuen 100-Euro- und 200-Euro-Scheine. Sie haben bessere Sicherheitsmerkmale.

fml/hcy/ilo


 

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