Vertrauen in die Altersvorsorge stark gesunken

Stärkste Verschlechterung bei privater Vorsorge

Altersvorsorge
Bild: © Coloures-pic / Fotolia

Berlin (AFP) – Das Vertrauen der Deutschen in die Sicherheit der gesetzlichen, betrieblichen und der privaten Altersvorsorge ist deutlich gesunken.

Das ergab die am Donnerstag veröffentlichte jährliche Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Die Einschätzungen seien so niedrig wie seit 2010 nicht mehr. Das Institut ließ Mitte Dezember rund tausend Deutsche im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragen – Schüler, Studenten, Auszubildende und Rentner nahmen nicht teil.

Die stärkste Stimmungsverschlechterung gibt es laut Umfrage bei der privaten Altersvorsorgen. „Offenkundig schlägt sich die öffentliche Diskussion über Niedrigzinsen und die nicht enden wollende Kritik an der Riester-Rente immer stärker in den Einschätzungen der Sparer nieder“, erklärte das DIA.

Der Anteil der Befragten, die befürchten, den Lebensstandard im Alter senken zu müssen, liegt der Umfrage zufolge bei 76 Prozent. Ende 2015 äußerten erst 69 Prozent diese Sorgen. Diese Einschätzung führe aber nicht in gleichem Maße dazu, dass durch ergänzende Vorsorge der finanzielle Spielraum im Alter ausgeweitet werden soll, erklärte das DIA. Nur 27 Prozent der Befragten schätzen demnach ihre bisherige Altersvorsorge als ungenügend ein und wollen in den kommenden zwölf Monaten mehr zur Absicherung im Alter unternehmen.

43 Prozent geben hingegen an, dass sie nicht vorsorgen und daran auch in den folgenden zwölf Monaten nichts ändern werden.

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge wird von Unternehmen der Finanzwirtschaft finanziert.

ilo/ans


 

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