Urteil: Gewalttätiger Erzieher darf staatliche Anerkennung verlieren

Mann übte Gewalt gegen Exfreundin aus

Gewalt gegen Freundin
Bild: © AungMyo / Adobe Stock

Berlin (AFP) – Einem Erzieher darf wegen der Ausübung von Gewalt die staatliche Anerkennung entzogen werden. Laut Mitteilung vom Freitag wies das Berliner Verwaltungsgericht die Klage eines Erziehers ab, der die Mutter des gemeinsamen Kinds in dessen Beisein gegen die Wand geschleudert und gewürgt haben soll. Gegen ihn waren rechtskräftig Geldstrafen verhängt worden.

Daraufhin entzog ihm die Senatsverwaltung für Bildung seine staatliche Anerkennung als Erzieher. Der Mann zog dagegen vor das Verwaltungsgericht. Er bestreitet die Taten. Die Richter wiesen seine Klage nun zurück. Die Kammer zeigte sich davon überzeugt, dass der Mann die Taten begangen habe. Die „schweren Verfehlungen“ begründeten seine Unzuverlässigkeit zur Ausübung des Berufs als Erzieher, hieß es. Der Kläger habe wiederholt Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit im Beisein seines Kinds verübt.

Darin zeigten sich „seine mangelnde Bereitschaft und Fähigkeit, sich selbst in Anwesenheit von Kindern in schwierigen Situationen adäquat zu verhalten“, befanden die Richter. Angesichts der Vorbildfunktion von Erziehern sei eine strikte Trennung zwischen privatem und beruflichem Verhalten kaum zu ziehen. Das Gericht ließ die Berufung gegen das Urteil zum Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg wegen grundsätzlicher Bedeutung zu.

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sae/cfm

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