Berlin (AFP) – Mehr als ein Drittel der Alleinerziehenden kann einem Bericht zufolge durch die geplante Ausweitung des Unterhaltsvorschusses für Trennungskinder vollständig aus dem Bezug von Sozialleistungen herausgeführt werden.

Durch den Ausbau der Leistung würden 260.000 zusätzliche Kinder erreicht, 226.000 seien derzeit auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen, berichtete die Zeitung „Die Welt“ (Montagsausgabe) unter Berufung auf eine Antwort des Bundesfamilienministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion.

In der Antwort heiße es, „der Unterhaltsvorschuss bietet für etwa 35 Prozent der SGB-II-beziehenden Alleinerziehenden, die erwerbstätig sind und somit die SGB-II-Leistung aufstocken, die Perspektive, das SGB II zu verlassen.“ SGB II ist das Sozialgesetzbuch II, darunter fallen auch die allgemein als Hartz IV bezeichneten Leistungen.

Das Bundeskabinett brachte ein Gesetz auf den Weg, das den Unterhaltsvorschuss für alleinerziehende Eltern verbessert, bei denen der andere Elternteil seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommt. Bisher weigern sich die Bundesländer aber noch, die Kosten dafür mitzutragen.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig will die Leistung bereits zum 1. Januar in Kraft setzen.

ran/cha

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