Vater und Baby Ghettofaust
Bild: © Simon Dannhauer / Adobe Stock

Hannover (AFP) – Immer mehr Väter bleiben zu Hause, wenn ihr Kind krank ist. Der Anteil der Väter, die Kinderkrankengeld beantragten, stieg 2018 bundesweit auf 21 Prozent, wie eine am Montag in Hannover veröffentlichte Forsa-Umfrage für die Kaufmännische Krankenkasse ergab. 2008 waren nur zwölf Prozent der Väter zu Hause geblieben, um ein krankes Kind zu pflegen.

Gleichzeitig sank die Quote bei den Müttern in den vergangenen elf Jahren von 88 auf 79 Prozent. Bei der Betreuungsquote von Vätern gab es jedoch große regionale Unterschiede: Während sich in Hamburg 24 Prozent um ihr krankes Kind kümmerten, waren es im Saarland nur 16 Prozent. Generell tendierten Väter im Norden und Osten Deutschlands eher dazu, sich um ihre kranken Kinder zu kümmern als im Süden und Westen.

Berufstätige Eltern können sich bis zu zehn Tage im Jahr unentgeltlich von der Arbeit befreien lassen. Alleinerziehende haben einen Anspruch auf 20 Tage. Ist das Kind jünger als zwölf Jahre und bescheinigt ein Arzt eine Erkrankung und die notwendige Betreuung, erhalten Eltern von den gesetzlichen Krankenkassen Kinderkrankengeld.


ald/cfm

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