Umfrage Drei Viertel der Bürger würde Angehörige pflegenWiesbaden (AFP) – Die Mehrheit der Bundesbürger würde selbst Angehörige pflegen, im eigenen Pflegefall hingegen zuallererst auf professionelle Hilfe setzen.

In einer am Donnerstag in Wiesbaden veröffentlichten Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der R+V Versicherung gaben drei Viertel (76 Prozent) der Befragten an, im Fall der eigenen Pflegebedürftigkeit Unterstützung durch einen mobilen Pflegedienst zu holen. Erst an zweiter Stelle kommt die Hilfe durch nahe Verwandte – knapp zwei Drittel (64 Prozent) wünschen sich eine solche Lösung. Dabei setzen Männer deutlich stärker auf die Pflege durch Verwandte (69 Prozent) als Frauen (58 Prozent).

Frauen könnten sich indes eher vorstellen, in ein Pflege- oder Altenheim zu ziehen. Während 38 Prozent der Frauen dies in Betracht ziehen, sind es bei den Männern nur 32 Prozent. Rund zwei Drittel der Befragten kann sich auch den Umzug in eine Senioren-Wohnanlage mit entsprechendem Service vorstellen.

Insgesamt zeigten sich drei Viertel (74 Prozent) aller Befragten bereit, sich um pflegebedürftige Partner, Eltern oder Schwiegereltern zu kümmern. Fast jeder Zweite würde die Pflege zumindest mit Unterstützung beispielsweise eines Pflegedienstes stemmen wollen. Komplett auf fremde Hilfe setzt hingegen nur rund ein Fünftel (22 Prozent). TNS Infratest befragte im Juli jeweils rund 1000 Frauen und Männer im Alter von 18 bis 65 Jahren.

hex/cha

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AFP

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