Straßenkind
Bild: © Vitalii / Adobe Stock

Berlin (AFP) – Zwei ehemalige Straßenkinder haben am Dienstag für die Initiative Momo mehr als 10.000 Unterschriften an Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) übergeben, um einen besseren Schutz für die Jugendlichen während der Corona-Krise einzufordern. Das teilte das Portal change.org mit, das die Unterschriftensammlung organisiert hatte. Demnach leben rund 20.000 Jugendliche in Deutschland auf der Straße.

Die Initiative „Momo – The Voice of the Disconnected Youth“ verlangte eine Unterbringung der Kinder und Jugendlichen beispielsweise in leerstehenden Hotels oder Hostels, um sie besser vor Ansteckung mit dem Coronavirus sowie vor sexuellem Missbrauch zu schützen, solange Unterstützungsangebote wegen der Pandemie kaum zur Verfügung stehen. Auch sollten Bund und Länder Soforthilfen zur Verfügung stellen.

Giffey versprach dem Bericht zufolge, die Anliegen der Jugendlichen auf der Jugend- und Familienministerkonferenz kommende Woche zur Sprache zu bringen und sich für zügige und unkomplizierte Hilfen einzusetzen. Für Kinder käme statt Hotels allerdings eher eine Unterbringung in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in Frage, weil sie dort auch betreut werden könnten.


bk/cp

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