Berlin (AFP) – Der gesetzliche Mutterschutz soll nun doch auf Schülerinnen und Studentinnen ausgedehnt werden.

Dies sieht nach Angaben des Bundesfamilienministeriums der Gesetzentwurf von Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) zum verbesserten Mutterschutz vor, der am Mittwoch ins Kabinett kommt.

Jedoch sollten die Betroffenen selbst entscheiden können, ob sie Schutz beanspruchen oder nicht. Damit können die Schülerinnen und Studentinnen auch selbst entscheiden, ob sie an Prüfungen teilnehmen oder etwa Hausarbeiten erstellen. Entscheiden sie sich während des Mutterschutzes dagegen, darf das für sie nicht zum Nachteil sein.

Gegen eine bundeseinheitliche Regelung zum Mutterschutz für Schülerinnen und Studentinnen hatte sich zwischenzeitlich Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) gewandt. Zuvor hatte die „Passauer Neue Presse“ (Mittwochsausgabe) über die erzielte Einigung auf den Gesetzentwurf berichtet.

Der gesetzliche Mutterschutz soll Mutter und Kind vor Gefahren und Gesundheitsschädigung am Arbeitsplatz, vor finanziellen Einbußen sowie dem Verlust des Jobs schützen. Er gilt in Deutschland in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung sowie acht Wochen danach. Der jetzige Entwurf sieht bei letzterem eine längere Frist für Mütter von behinderten Kindern vor.

jp/jdö

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AFP

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