fbpx
Startseite » Lockdown 2.1 – die Maßnahmen der Verlängerung bis zum 31. Januar im Überblick

Lockdown 2.1 – die Maßnahmen der Verlängerung bis zum 31. Januar im Überblick

von Jacqueline Esser
Angela Merkel Lockdown 2.1

Der zweite Lockdown, der am 13. Dezember 2020 von der Bundeskanzlerin und den Länderchefs beschlossen wurde, geht nun offiziell in die Verlängerung. Dies verkündete Angela Merkel, am frühen Abend bei einer Pressekonferenz, gemeinsam mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Berlins regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD). Zu den bereits geltenden Lockdown-Regeln, wurden weitere und strengere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschlossen.

Der Lockdown bleibt bis Ende Januar

Viele haben es geahnt, doch seit dem frühen Abend ist es Gewissheit, der Lockdown wird verlängert. Der Einzelhandel und alle aktuell geschlossenen Betriebe bleiben weiterhin im Lockdown. Die Maßnahmen wurden zunächst bis zum 31. Januar datiert.

Merkel und die Länderchefs berieten seit 13 Uhr via Videoschalte, über das weitere Vorgehen im Umgang mit der aktuellen Corona-Lage. Weiterhin sind die Infektionszahlen und vor allem die täglichen Todesfälle, zu hoch. Der angestrebte 7-Tages-Inzidenzwert von 50 sei noch lange nicht erreicht, teilte Angela Merkel mit. Zu Beginn der Pressekonferenz machte sie deutlich, “die vor uns liegenden Monate Januar, Februar und März werden noch erhebliche Geduld und Disziplin Aller erfordern.“. Noch immer sei jeder Einzelne gefragt, die Verbreitung zu minimieren. Doch aufgrund der Lage sieht die Bundesregierung keine andere Möglichkeit, als die aktuellen Maßnahmen beizubehalten bzw. noch zu verschärfen.

Noch strengere Kontaktbeschränkungen sind nötig

Die Kontaktbeschränkungen wurden enorm verschärft. Ab sofort darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden Person, treffen. Dies gilt sowohl im privaten Bereich, wie der eigenen Wohnung, sowie außerhalb der eigenen Wohnung, insbesondere in der Öffentlichkeit.

Auch Betriebskantinen müssen ihre Tore schließen

Neu im Maßnahmenkatalog aufgenommen wurden Betriebskantinen. Mit sofortiger Wirkung müssen auch diese schließen. Wie für Restaurants gilt nun auch dort, der Verkauf von Getränken und Speisen ist gestattet. Jedoch nur zur Mitnahme, der Verzehr vor Ort ist untersagt.

Dringender Appell an alle Arbeitgeber

Auch heute richteten die Bundeskanzlerin und die Minister/innen einen direkten und dringenden Appell an alle Arbeitgeber. Sie wurden gebeten weiterhin und möglichst noch umfassender, Home-Office-Möglichkeiten zu schaffen bzw. auszubauen. „Arbeitgeber müssen einen wichtigen Teil dazu beitragen, dass „wir bleiben Zuhause“ möglich wird”, sagte Angela Merkel zu diesem Teil des Beschlusses.

Der persönliche Bewegungsradius wird punktuell auf einen Radius von15 Kilometern beschränkt

Weitreichende Beschränkungen wurden auch für Kreise und Städte mit einem 7-Tages-Inzidenzwert von über 200 beschlossen. Dort dürfen sich Personen nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um ihren Wohnort herum bewegen.

Nur in Ausnahmen und mit triftigem Grund, darf dieser Bewegungsradius überschritten werden. Als triftige Gründe zählen der Weg zur Arbeitsstätte oder Arztbesuche. Es wurde eindringlich darauf hingewiesen, dass tagestouristische Ausflüge explizit keinen triftigen Grund darstellen – und verboten sind. In Anbetracht der Bilder aus den vergangenen Tagen, auf denen Massenanstürme auf deutsche Freizeitgebiete zu erheblichem Chaos geführt haben, kommt diese strenge Verschärfung leider nicht unerwartet.

Kitas und Schulen bleiben weiterhin geschlossen

Auch wenn erst am 06. Januar eine Stellungnahme der einzelnen Familienministerien zum Thema Kitas und Schulen stattfinden wird, hat die Bund/Länder-Konferenz den Weg für die kommenden Wochen deutlich geebnet. Schulen sowie Kindertagestätten bleiben bis zum 31. Januar geschlossen. Die aktuelle Corona-Lage lässt laut Merkel eine Öffnung der Bildungseinrichtungen nicht zu. Eine Notbetreuung soll jedoch, wie im Dezember, für alle Eltern zur Verfügung stehen.

Zweckentfremdung der Kinder-Krank-Tage zur pandemiebedingten Betreuung

Der Bund wird für das Jahr 2021 eine gesetzliche Erhöhung der Kinder-Krank-Tage festlegen. Dabei soll jedes Elternteil zusätzlich 10 Tage Anspruch auf Kinderkrankengeld erhalten. Somit stehen einer Familie insgesamt 40 Tage pro Kind zur Verfügung. Auch für Alleinerziehende werden die Tage explizit auf insgesamt 40 pro Kind aufgestockt. Der Anspruch auf Kinderkrankengeld soll auf Fälle erweitert werden, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause, pandemiebedingt notwendig wird. Darunter zählen eingeschränkte Betreuungszeiten in den Bildungseinrichtungen, oder die komplette Schließung von Schulen und Kitas.

Verpflichtende Testungen in Alten- und Seniorenheimen

Bereits im Dezember erfolgte der Beschluss der verpflichtenden Testungen in Einrichtungen der Altenpflege. Jedoch sei dies in vielen Einrichtungen aufgrund fehlender personeller Ausstattung und geschulter Mitarbeiter, für die Durchführung der Tests, nicht möglich gewesen. Dies soll nun unbedingt umgesetzt werden. So soll ab sofort das gesamte Personal mehrfach pro Woche, und jeder Besucher, getestet werden. Die Aufstockung der Schnelltests und die nötigen Schulungen dazu, werden in die Wege geleitet.

10 Tage Quarantäne bei Einreise aus Risikogebieten

Um die Infektionszahlen durch einreisende Personen aus Risikogebieten zu minimieren, wird in Deutschland die 10-tägige Quarantäne und die Zwei-Test-Strategie wieder aufgenommen. Das bedeutet, dass Einreisende einen negativen Coronatest vorlegen müssen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Danach dürfen sie Einreisen und müssen sich in Quarantäne begeben. Frühestens 5 Tage danach, können sie sich ein zweites Mal testen lassen, um an diesem Punkt mit Hilfe eines hoffentlich negativen Ergebnisses, die Quarantäne frühzeitig zu beenden.

Ende Januar tagt erneut der Krisengipfel

Am 25. Januar treffen sich die Bundeskanzlerin und die Länderchefs erneut bei einer Videokonferenz. Dort wird über die aktuelle Lage beraten, und entschieden, wie es ab dem 01. Februar weitergehen kann. Es bleibt abzuwarten, wie weit sich die Lage bis dahin verändert. Wie bereits nach der letzten Beratung am 13. Dezember 2020, lässt man auch diesmal eine weitere Verlängerung der Maßnahmen offen.

Hinweis

Die bereits im Dezember beschlossenen Maßnahmen gelten weiterhin. Mit Ausnahme von Einzelpunkten, welche eventuell durch die aktuellen Beschlüsse ergänzt bzw. abgeändert wurden. Die ursprünglichen Beschlüsse haben wir ebenfalls für euch zusammengefasst.


Das könnte dich auch interessieren