Linken-Chef Riexinger fordert Ausbildungsvergütung für Erzieher

Menschen in diesem Beruf verdienen "mehr Anerkennung und mehr Gehalt"

Kinder lesen Buch mit Kindergärtnerin
Drei Kinder lesen Buch mit Kindergärtnerin im Kindergarten (Bild: © Robert Kneschke / Adobe Stock)

Berlin (AFP) – Linken-Chef Bernd Riexinger hat eine Ausbildungsvergütung für Erzieher gefordert. Es sei „ein Unding, dass die meisten Erzieherinnen und Erzieher noch immer keine Ausbildungsvergütung bekommen, einige zahlen sogar Schulgeld“, sagte Riexinger am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Das erschwere den Einstieg in den Beruf und trage „sicher nicht dazu bei, den Personalengpass zu beheben“.

Dringend gebraucht werde eine bundeseinheitliche Regelung, die eine Ausbildungsvergütung garantiert, von der die Auszubildenden auch leben könnten, forderte Riexinger. „Es kann doch nicht sein, dass junge Menschen, die eine gesellschaftlich wichtige und dringend benötigte Aufgabe übernehmen wollen, dafür noch Geld mitbringen müssen.“

Generell sei der Personalmangel im sozialen Bereich schon lange bekannt – „passiert ist viel zu wenig“, sagte Riexinger. Nicht nur ergriffen immer noch viel zu wenige Menschen diese Berufe. „Wer diese wichtigen Aufgaben erledigt, hat auch einfach mehr verdient“, fügte der Linken-Chef hinzu. „Mehr Anerkennung, aber auch mehr Gehalt.“

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung müssen in den deutschen Kitas und Kindergärten mehr als 100.000 zusätzliche Fachkräfte eingestellt werden, um eine optimale Betreuungsqualität zu erreichen.


jpf/cfm

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