Kinderschützer fordern passgenaue Hilfen für junge Flüchtlinge


Kinderschützer fordern passgenaue Hilfen für junge FlüchtlingeBerlin (AFP) – Deutschland muss sich besser um die Bedürfnisse von Flüchtlingen im Kindesalter kümmern: Dies forderten Kinderschutzverbände am Dienstag in Berlin. Die bisherigen Beschlüssen der Regierungskoalition zur Flüchtlingspolitik gingen nicht ausreichend auf die Interessen von Kindern ein, kritisierte das Deutsche Kinderhilfswerk. Beim Flüchtlingsgipfel am 24. September müsse auch ein „Masterplan“ für die Aufnahme und Integration von Kindern beschlossen werden.

Flüchtlingskinder müssten als „dauerhafte Einwanderer und als Gewinn für unsere Gesellschaft“ verstanden werden, forderte Hilfswerks-Präsident Thomas Krüger. Er erinnerte daran, dass die Vorrangstellung des Kindswohls bei allen Entscheidungen von Staat und Gesellschaft berücksichtigt werden müsse.

Das Kinderhilfswerk schlug eine Reihe von Maßnahmen vor. Kinder sollten nicht in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden. Sie sollen Anspruch auf alle Leistungen des Sozialsystems haben und dabei nicht mit Sachleistungen abgefunden werden, da diese oft keine kindgerechte Ernährung ermöglichten. Sie müssten Zugang zu Kindertageseinrichtungen, Schulen und Sprachkursen haben sowie zu uneingeschränkter ärztlicher Versorgung. Qualifizierte Betreuer müssten sich um sie kümmern.

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Einen ähnlichen Forderungskatalog präsentierte die Kinderhilfsorganisation Save the Children Deutschland. „Wir reden sehr viel über Flüchtlinge, aber kaum über die Kinder unter ihnen“, kritisierte Geschäftsführerin Kathrin Wieland. Bei der Versorgung von Flüchtlingskindern in Deutschland gebe es „gravierende Lücken, die dringend geschlossen werden müssen“.

Nach Angaben der Hilfsorganisation kamen allein in diesem Jahr bis Juli fast 60.000 Flüchtlingskinder nach Deutschland – zusätzlich zu den 150.000 Flüchtlingskindern, die zuvor schon hier gelebt hätten.

pw/jdö

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