Hessens Justizministerin Kühne-Hörmann will erzwungenes Kinderfasten bestrafen

CDU-Politikerin fordert bis zu drei Jahre Haft für Eltern

Kind Ramadan Essen
Bild: © Naufal / Adobe Stock

Berlin (AFP) – Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, erzwungenes Kinderfasten während des Ramadans zu bestrafen.

„Wer kleine Kinder dazu bringt, in der Zeit des Ramadans zu fasten, übt einen gesundheitsgefährdenden Einfluss auf diese Kinder aus“, sagte Kühne-Hörmann der „Bild“-Zeitung vom Donnerstag. Eltern sollten mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden können.

Kühne-Hörmann führte den Paragrafen 171 des Strafgesetzbuchs an, nach dem Eltern, die ihre Fürsorgepflicht verletzen, mit bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldstrafe bestraft werden können. Dieser Schutz reiche momentan jedoch nicht aus, „um Kinder und Jugendliche vollumfänglich in ihrer ungestörten Entwicklung und freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu schützen“, sagte sie.

Das erzwungene Fasten von Kindern sei ein gesundheitsgefährdender Einfluss. Eltern, die ihre Kinder religiös-fundamentalistisch erzögen, sollten sich künftig vor Gericht verantworten müssen, sagte die Ministerin. Die Gesetzesverschärfung solle auch gelten, wenn „Mädchen gegen ihren Willen zur Gesichts- und Körperverhüllung gezwungen“ würden.

ald/cfm


 

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