Berlin (AFP) – Gute Kindertagesstätten können einer Studie zufolge Lücken im Sozialverhalten ausgleichen. Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren würden sich umso freundlicher und rücksichtsvoller verhalten, je besser die Bildungs- und Betreuungsqualität ihrer Tagesbetreuung sei, heißt es in einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), über welche die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgabe) vorab berichten.

Insbesondere Kinder, deren Mütter einen niedrigen Bildungsabschluss haben und die in einem Haushalt mit geringem Einkommen aufwachsen, profitieren demnach von einer hohen Kita-Qualität. Die Qualität der Einrichtungen könne demnach Herkunftsunterschiede im sozialen Verhalten zumindest teilweise kompensieren.

„Die Qualität von Kindertageseinrichtungen ist zentral für die Entwicklung von Kindern“, sagte DIW-Bildungsexpertin C. Katharina Spieß den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Qualitätsmindeststandards sollten deshalb bundesweit geregelt, angepasst und geprüft werden.“

[blockquote align=“none“ author=““]Für die Untersuchung zum Sozialverhalten werteten die Wissenschaftler Daten von rund 1700 Kindern aus knapp 200 deutschen Kitas aus. Als Qualitätsmerkmale einer Kita wurden die Gruppengröße, der Personalschlüssel, Gemeinschaftsaktivitäten in der Gruppe, die Bildung des pädagogischen Personals und die zur Verfügung stehenden Materialien zum Spielen und Lernen untersucht.[/blockquote]

fs/


 

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