Giffey: Mehr Anrufe beim Hilfetelefon für Familien

Psyhotherapeuten fürchten mehr häusliche Konflikte wegen Corona-Krise

Nummer gegen Kummer
Bild: © samuel / Adobe Stock

Berlin (AFP) – Viele Familien sind durch die Corona-Krise besonders belastet und suchen deshalb verstärkt telefonische Beratung. „Wir stellen fest, dass es bei dem Hilfetelefon ‚Nummer gegen Kummer‘ einen Anstieg der Anrufe um mehr als 20 Prozent gibt“, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Freitag zu „Zeit Online“. „Es rufen sowohl mehr Kinder als auch mehr Eltern an.“


Anmerkung der Redaktion – Nummer gegen Kummer:

  • Kinder und Jugendtelefon 116 111
  • Elterntelefon 0800 111 0 550

Alle Infos rund um die „Nummer gegen Kummer“ finden sich auf der Internetpräsenz der Organisation.

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Das vom Familienministerium geförderte Hilfstelefon ist das größte kostenfreie telefonische Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern in Deutschland. Giffey schloss nicht aus, dass die Notbetreuung für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, auch für Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen geöffnet werden könnte.

„Ob es eine Notbetreuung für all diese Kinder geben sollte, hängt vor allem davon ab, wie lange der Ausnahmezustand noch dauert“ sagte Giffey. Derzeit rechne man mit einer Schließzeit von fünf Wochen. Das entspreche in etwa den Sommerferien und sei noch vertretbar. „Danach muss die Lage neu bewertet werden.“

Nach Einschätzung der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) führt die Corona-Krise zu deutlich häufigeren Konflikten in den Familien. „Ungewohnte Enge und Ausgangssperren sowie finanzielle Existenzängste können Streit in den Familien eskalieren lassen“, erklärte BPtK-Präsident Dietrich Munz. „Manche führen zu Gewalt gegen Frauen und Kinder.“ Deshalb müssten zusätzliche Zufluchtsorte geschaffen werden, damit Frauen vor häuslicher Gewalt geschützt werden können.

Die BPtK fordert zusätzliche öffentliche Mittel, mit denen ungenutzte Hotels und Ferienwohnungen angemietet werden können, um Frauen mit ihren Kindern während der Corona-Krise sicher unterbringen zu können. Die Frauenhäuser und Beratungsstellen müssen auch so ausgestattet werden, dass sie bei vermehrten Anrufen ausreichend Hilfe anbieten können.


jp/bk

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