Franziska Giffey - PK Coronavirus DEU, Deutschland, Germany, Berlin, 09.04.2020 Franziska Giffey, Bundesfamilienministerin SPD, waehrend der Bundespressekonferenz zum Thema Unterrichtung der Bundesregierung zum Umgang und der Bekaempfung mit dem Coronavirus in Berlin. Franziska Giffey, Federal Minister for the Family SPD, during a press call at the Bundespressekonferenz concerning on the spread of novel coronavirus in Berlin. The number of people infected with the novel coronavirus Covid-19 in Germany jumped again official data showed, for example by the Robert Koch Institute, Germany s centre for disease control and prevention
Bild: © imago images / IPON

Berlin (AFP) – Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) fordert eine Verlängerung der Lohnfortzahlung für Eltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder in der Corona-Krise nicht zur Arbeit gehen können. „Wenn Eltern keinen Platz in der erweiterten Notbetreuung bekommen und sie nicht arbeiten gehen können, weil der Regelbetrieb noch nicht in Sicht ist, müssen sie eine Entschädigung erhalten“, sagte Giffey den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND – Mittwochsausgaben).

„Über diese Frage müssen sich Bund und Länder so schnell wie möglich einig werden“, verlangte Giffey weiter. Viele Familien seien schon „seit einigen Wochen am Rande ihrer Kräfte“. Solange Kitas und Schulen noch nicht für alle Kinder wieder vollständig geöffnet werden könnten, „müssen Eltern anders unterstützt werden“, forderte die Ministerin.

Es sei ein großes Problem, wenn zum Beispiel der Handwerker und die Friseurin aufgrund der Lockerungen wieder voll arbeiten gehen solle, ihnen gleichzeitig aber noch nicht eine umfassende Betreuung der Kinder in Kita und Schule angeboten werden könne.

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„Deshalb appelliere ich an die Länderchefs, hier gemeinsam mit dem Bund ihre Verantwortung wahrzunehmen, die Familien zu unterstützen und auch den Eltern zu helfen, die wegen der noch fehlenden Betreuung nicht ihrer Arbeit nachgehen können“, sagte Giffey. Darüber hinaus müssten für die kommenden Wochen Perspektiven für alle Familien aufgezeigt werden.


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Eltern können zwar laut Infektionsschutzgesetz bis zu 67 Prozent ihres Lohns vom Staat erhalten, wenn sie Kinder während der Pandemie unter zwölf Jahren wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen und deshalb Einkommensverluste haben. Die Leistung ist aber begrenzt auf 2016 Euro für einen vollen Monat und wird bisher höchstens sechs Wochen lang gezahlt. Zeiten, in denen die Kita oder Schule ohnehin wegen Ferien geschlossen wäre, werden nicht mitgerechnet.


bk/pw

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