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EuGH erleichtert Schülern womöglich Nutzung von ungeschützten Fotos aus dem Netz

von AFP
Schülerin arbeitet an Schul-Homepage

Luxemburg (AFP) – Schüler können künftig womöglich ihre Arbeiten mit frei zugänglichen Fotos aus dem Internet illustrieren und problemlos auf der Schulhomepage veröffentlichen. Dafür plädierte der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Campos Sanchez-Bordona, in seinen am Mittwoch in Luxemburg veröffentlichten Schlussanträgen zu einem Fall aus Deutschland.

Wenn demnach ein nicht urheberrechtlich geschütztes Foto ohne Profitabsicht und unter Quellenangabe auf die Schul-Homepage eingestellt wird, verstoße dies nicht gegen die Rechte des Fotografen.

Im Ausgangsfall hatte eine Schülerin der Gesamtschule Waltrop in Nordrhein-Westfalen ein Referat mit einem von Foto der spanischen Stadt Cordoba bebildert und auf der Internetseite der Schule veröffentlicht. Das nicht mit einem Copyright versehene Foto hatte sie von einem Online-Reisemagazin-Portal kopiert und in ihrer Arbeit das Portal als Quelle angegeben. Der deutsche Berufsfotograf klagte daraufhin auf Unterlassung und Schadensersatz.

Nach Ansicht des Generalanwalts liegt in solch einem Fall aber kein „öffentliches Zugänglichmachen“ eines geschützten Werks vor. Der Fotograf ginge dann leer aus, falls der EuGH den Schlussanträgen folgt.

 

jo/ul


 

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