Chef von Hightech-Branchenverband empfiehlt Mobiltelefone für Grundschüler

Bitkom-Präsident: Heimliche Handy-Nutzung ohne Begleitung noch gefährlicher

Kind mit Smartphone
Bild: © Drobot Dean / Adobe Stock

Düsseldorf (AFP) – Der Chef des Hightech-Branchenverbands Bitkom, Achim Berg, hält Mobiltelefone für Kinder ab der ersten Klasse für sinnvoll. „Ab der Grundschule empfehle ich ein Handy für Kinder und würde die Einbindung der Geräte im Unterricht befürworten“, sagte Berg der Zeitung „Rheinische Post vom Dienstag. Ab der Einschulung kämen Kinder „auf dem Schulhof und im Freundeskreis“ ohnehin damit in Berührung.

„Verbote bewirken nur, dass Kinder die Geräte heimlich nutzen und dann ohne Begleitung gefährdeter sind. Das ist der größte Fehler, den man als Eltern machen kann, sagte der Präsident des Verbands, der die Interessen der deutschen Telekommunikations-, Computer-, Internet- und sonstigen Hightechunternehmen vertritt.

Berg rief die Kultusminister dazu auf, den Computerunterricht zu reformieren. Dieser sehe oft leider noch immer aus wie zu seiner Schulzeit, sagte der 55-Jährige. Kinder hätten ein Recht auf „digitale Teilhabe“ und müssten dabei angeleitet werden. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf eine Umfrage, wonach etwa die Hälfte der Sechs- bis Siebenjährigen in Deutschland Handys benutze. Rund Dreiviertel benutzten demnach Tablet-Computers.   


bro/cha

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