Berichte: Verbindungen zwischen Missbrauchsfällen in Lügde und Bergisch Gladbach

Angehörige von Beschuldigtem sollen Campingplatz in Lügde genutzt haben

Missbrauch Polizei Justiz
Bild: © rcfotostock / Adobe Stock

Köln (AFP) – Zwischen den Missbrauchsskandalen in Lügde und Bergisch Gladbach könnte es Berichten zufolge Querverbindungen geben. Der Großvater eines Tatverdächtigen aus Bergisch Gladbach habe in den 80er und 90er Jahren auf dem Campingplatz in Lügde einen Stellplatz gepachtet, berichteten der WDR und der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Nach Informationen des WDR ist der Großvater wegen Kindesmissbrauchs vorbestraft. Der 84-Jährige bestreitet laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ aber, dass er die Täter auf dem Campingplatz persönlich kennengelernt habe.

Auch ein Cousin des Beschuldigten aus Bergisch Gladbach habe zwischen 2005 und 2009 in Lügde einen Campingwagen genutzt, berichtete der WDR. Diesen Wagen habe er dann offenbar einem der Haupttäter von Lügde, Andreas V., verkauft.

Die Missbrauchsserie von Lügde im Kreis Lippe war Ende Januar bekannt geworden. Auf einem Campingplatz in der ostwestfälischen Stadt war es zu tausendfachem Kindesmissbrauch gekommen. Die meisten der betroffenen Kinder waren zur Tatzeit zwischen drei und 14 Jahre alt. Andreas V. und sein Mittäter Mario S. wurden im September zu 13 und zwölf Jahren Haft verurteilt. Zudem ordnete das Gericht bei beiden eine anschließende Sicherungsverwahrung an.

Im Fall Bergisch Gladbach nahmen die Ermittlungen nach dem Fund großer Datenmengen im Oktober ihren Ausgang. Sie drehen sich um ein kriminelles Netzwerk, das sich über ganz Deutschland erstrecken soll. Die Ermittlungsgruppe „Berg“ sucht in Chats und in Unmengen bei Verdächtigen beschlagnahmten Dateien nach Belegen für Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch. Mehrere Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft.


bfi/muk

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