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Berlin (AFP) – Die Bundesregierung geht einem „Spiegel“-Bericht zufolge davon aus, dass ein hoher Anteil von Kindern in Deutschland mit psychisch kranken Eltern aufwächst.

Wie das Nachrichtenmagazin am Wochenende unter Berufung auf Schätzungen des Bundesfamilienministeriums berichtete, erleben in Deutschland etwa 3,8 Millionen Kinder „im Verlaufe eines Jahres einen Elternteil mit einer psychischen Erkrankung“. Dazu gehörten auch Kinder von Suchtkranken.

Das statistische Risiko, „im Laufe ihres Lebens selbst eine psychische Störung zu entwickeln“, werde für diese Kinder in unterschiedlichen Studien zweimal bis zehnmal so hoch angegeben wie bei Kindern aus gesunden Elternhäusern, heißt es demnach in einer Antwort des Familienministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion.

Linken-Gesundheitsexpertin Birgit Wöllert kritisierte die „systematische unterlassene Hilfeleistung gegenüber Millionen betroffener Kinder und ihrer Eltern“.

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Laut „Spiegel“ soll der Bundestag noch vor dem Ende der Legislaturperiode die Einrichtung einer „zeitlich befristeten interdisziplinären Arbeitsgruppe“ zu dem Problem beschließen. In dem fraktionsübergreifenden Antrag wird die Bundesregierung demnach aufgefordert, eine Aufklärungskampagne zu starten, die „der Stigmatisierung psychisch Erkrankter entgegenwirkt“.

gw/hcy


 

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