In den letzten Monaten gab es immer wieder ganz furchtbare Zahlen, was die Kinderarmut in Deutschland betrifft. Die Brücke zu einem Projekt von World Vision zu schlagen ist an diesem Punkt gar nicht so weit entfernt, wie man auf den ersten Blick denken sollte. Denn wer eigene Kinder hat, die mit offenen Augen durch die Welt laufen – die richtigen Fragen stellen – landet beim Thema Kinderarmut, schnell von Deutschland thematisch auch in Afrika. 

In solch einem Beitrag mag ich gerne mal etwas in meine eigene Privatsphäre eindringen. Unsere große Tochter ist vor einer Weile sieben Jahre alt geworden, kommt bald ins zweite Schuljahr, und ist erstaunlich neugierig und geradezu besorgt, wenn es um soziale Themen geht. Wenn sie beispielsweise im Kinderfernsehen Bilder von armen Kindern aus Hamburg oder Afrika sieht, gehen ihr diese Lebens-Geschichten sehr nahe. Sie stellt viele Fragen darüber, wie so etwas passieren kann – und wie man etwas für diese Kinder ändern kann.

Einmal sagte sie ganz spontan zu mir: «Papa, dann fliegen wir da einfach nächste Woche hin – und bringen den Kindern was zum Anziehen und zu Essen!». 

Meine Antwort kam ebenso spontan – und (zugegeben) halb falsch. Ich sagte: «Schatz, das ist gar nicht so einfach!». Dabei wurde die Lösung durch einen Fernsehbeitrag auf dem Teller präsentiert. Und genau darauf machte sie mich aufmerksam. Wir hatten nämlich einen Beitrag über ein Hilfsprojekt gesehen, welches weltweit Patenschaften für Kinder vermittelt, organisiert und begleitet.

Kinder haben an vielen Punkten eine dermaßen erfrischende Auffassungsgabe, dass man als Erwachsener eigentlich nur vor Neid erblassen kann. Denn natürlich kann man sich nicht vollkommen spontan in das nächste Flugzeug setzen, einen Koffer voller toller Sachen unterm Arm, und hoffen, dass man schon irgendwo jemanden finden wird, der diese Dinge gebrauchen kann. Aber durch eine Patenschaft über die Organisation World Vision, ist neben der monatlichen Unterstützung, die man leistet, tatsächlich genau solch ein Flug möglich. Und zwar zu genau dem Kind (und seiner Familie), die man als Pate unterstützt.

Urs mit Billy und seiner Familie - World Vision Kinderpatenschaft
Urs mit Billy und seiner Familie – World Vision Kinderpatenschaft (Bild: World Vision)

Billy ist ein kleiner fröhlicher Junge aus Simbabwe. Er strahlt all das aus, was man sich auch hier in Deutschland für seinen Sohn wünscht. Er ist ein absoluter Enthusiast! An manchen Tagen möchte er Schweißer werden – wie sein Vater – an anderen Tagen träumt er davon Minister oder Polizist zu sein. Aber nur wenn man gesund aufwächst und eine gute Schulausbildung genießt, sind solche Wünsche – hier wie dort – überhaupt machbar.

-Werbung-




 

Urs ist ein junger Mann, der hier in Deutschland mit beiden Beinen fest im Leben steht. Durch eine Kooperation seiner Firma mit World Vision, ist er auf die Kinderpatenschaften aufmerksam geworden. So wurde er Pate von Billy und flog 2016 zum ersten Mal nach Simbabwe, um ihn persönlich kennen zu lernen.

Als Urs eintraf, war das gesamte Dorf auf den Beinen, um ihn zu begrüßen. Er beschreibt das Gefühl und die ganzen Eindrücke, die er dank World Vision im Simbabwe erhaschen konnte, als überwältigend:

Simbara, Billys Vater:

„Urs fühlt sich schon an wie ein Familienmitglied. Das letzte Mal als er hier war, hatten wir eine tolle Zeit zusammen und wir haben seinen Besuch sehr genossen. Es ist etwas besonderes, dass jemand den ganzen Weg von Deutschland zu uns kommt, nur um Zeit mit uns zu verbringen. Es ist eine ganz besondere Verbindung, die wir zu ihm aufgebaut haben.“

Was macht World Vision vor Ort?

World Vision sorgt mit seinen weltweiten Projekten für sauberes Trinkwasser, gesunde Ernährung, medizinische Versorgung und Bildung.

Dabei werden die vor Ort lebenden Menschen von Anfang an mit in die Planung der Maßnahmen im Lebensumfeld mit einbezogen. Auch regelmäßige Kontrollen der Wirksamkeit der langfristigen Hilfe wird in Zusammenarbeit mit den betroffenen Menschen durchgeführt.

Da Kinder vorwiegend im Fokus von World Vision stehen, bewertet man in erster Linie die Bedürfnisse und Lebensqualität der kleinen Dorfbewohner. Sie sind die sensibelsten Glieder in einer Hierarchie von Maßnahmen.

Eine Kinderpatenschaft über World Vision ist ein ganz toller und sehr persönlicher Weg, um Kindern und ihren Familien, eine ganzheitliche Verbesserung der Lebensqualität im direkten Umfeld zu schaffen. Dabei bleiben Patenkinder keine „Kleinanzeige“ im Hilfsprojekt-Katalog. Man hat zu jeder Zeit die Möglichkeit, sich vor Ort über Fortschritte zu versichern.

Kinderpatenschaften: Besonders wertvoll auch für die eigenen Kinder!

Denken wir einmal an das Gespräch mit meiner Tochter zurück, welche am liebsten sofort in eine Maschine (im Fall des genannten Fernsehberichts) nach Ghana gestiegen wäre, um einem kleinen Mädchen und ihrer Familie Essen und Kleidung zu bringen, kann eine Kinderpatenschaft nicht die schlechteste Idee sein.

Warum sollte man sich nicht auf die Suche nach einem möglichst gleichaltrigen Kind begeben, welches auch von eigenen Kind miterlebt, unterstützt und vielleicht sogar gemeinsam besucht werden kann?

Wenn man die intensiv innige Geschichte von Billy und Urs kennt, kann es nur eine gute Entscheidung sein, sein eigenes Kind aktiv an solch einer Patenschaft teilhaben zu lassen. Bei Besuchen des Patenkindes wird man sehr schnell bestätigt sehen, dass Sprachbarrieren und unnötige Schamhaftigkeit für Kinder keine ernst zu nehmenden Hürden sind. Und so kann man auch hier von Kindern wieder unfassbar vieles lernen!


Jetzt Kinderpatenschaft starten:

World Vision Kinderpatenschaft


 

-Werbung-

Hier könnt ihr einen Kommentar hinterlassen