Jung und Alt unter einem Dach: das Mehrgenerationen-Bad Unter diesen Voraussetzungen können sich Kinder und Großeltern ein Bad teilen

Modernes Badezimmer - das Mehrgenerationen Bad
Bild: © slavun / Fotolia

Steigende Wohnkosten, niedrige Renten und die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Kindern führen dazu, dass stets mehr Familien auf das altbewährte Konzept des Mehrgenerationen-Haushaltes setzen. Damit das Zusammenleben reibungslos klappt, muss jeder seinen persönlichen Freiraum erhalten. Auch die einzelnen Bedürfnisse der verschiedenen Familienmitglieder sollten dabei berücksichtigt werden – gerade im Badezimmer!

Barrierefrei versus kindgerecht

Mehrmals täglich besucht man das Badezimmer: Körperpflege, Toilettengang oder Entspannung stehen dann auf dem Plan. Für dynamische Erwachsene alles kein Problem, auch Jugendliche wuppen das Ganze mit links. Für kleine Kinder ist jedoch vieles zu hoch gebaut, sodass junge Familien gerne auf kindgerechte Bauten setzen. Für Oma und Opa sind diese Bauten jedoch oft zu niedrig, eine barrierefreie Einrichtung muss her.

Ein Badezimmer kindgerecht und seniorengerecht zu gestalten, klingt somit fast unmöglich. Doch viele Aspekte lassen sich besser vereinbaren, als zuvor gedacht!

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Doppelwaschbecken für doppelte Morgenroutine

Bei einer großen Familie herrscht bereits am Morgen großer Trubel. Damit alle pünktlich fertig sind, empfiehlt sich der Einbau eines Doppelwaschbeckens. Während der Vater sich rasiert, putzt der Sohnemann sich die Zähne. Dank des Extraplatzes steht sich morgens keiner mehr im Weg. Neben dem doppelten Becken ist es ratsam, dass der Waschplatz unterfahrbar ist. So lässt sich problemlos ein Stuhl davor stellen, damit die Großeltern die Morgenroutine bequem im Sitzen durchführen. Je nach Alter stehen die Kleinen entweder auf einem Hocker oder sitzen in einem Hochstuhl, sodass auch sie gut an das Becken gelangen.

[blockquote align=“none“ author=““]Ist ein Gäste-WC vorhanden, kann auch der kleine Waschplatz prima mit in die Morgenroutine einbezogen werden. Handwaschbecken wie auf www.calmwaters.de sind zwar um einiges kleiner, bieten jedoch ähnlichen Komfort und somit eine prima Ausweichmöglichkeit.[/blockquote]

Schwellenlose Bauten

Eines haben Kinder und Senioren gemeinsam: Stufen, Schwellen und Unebenheiten sind für Beide eine potentielle Gefahrenquelle. Aus diesem Grund sollte das Badezimmer möglichst ebenerdig gebaut sein, dies gilt auch für den Einstieg in die Duschkabine. Mit einer ebenerdigen Dusche tapsen kleine Kinderfüße leicht in die Nasszelle und ältere Senioren brauchen die Beine nicht so hoch anheben.

Die Breite der Dusche sollte im Mehrgenerationen-Bad etwa 120 cm betragen. So ist ausreichend Platz für einen Duschstuhl, auf dem man sich während der Körperpflege prima niederlassen kann. Ob der Duschbereich durchgefliest oder mit einer flachen Duschwanne ausgestattet ist, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist nur, dass die Oberfläche mit einer rutschhemmenden Beschichtung versehen ist. So stehen die Füße fest auf dem Boden, selbst bei nassem Untergrund. Auch sollte die Kabine über ausreichend Haltegriffe verfügen, um einen sicheren Stand für Jung und Alt zu gewährleisten.

[blockquote align=“none“ author=““]Übrigens, sind die Kinder noch sehr jung, steht die Babywanne einfach in der Dusche. So planschen die Knirpse sicher in einem Bereich, ohne gleich das komplette Bad zu fluten.[/blockquote]

Die richtige Toilette

Für kleine Kinder ist das Klosett für Erwachsene viel zu hoch, die Klobrille fällt zudem oft zu groß aus. Senioren empfinden das WC hingegen als zu niedrig, da die Bewegungsabläufe zum Hinsetzen und Aufstehen schwerer fallen. Hier hilft ein verstellbares Vorwandelement, welches auf Knopfdruck die Höhe der wandhängenden Toilette verstellt. Für Kinder kann  zusätzlich eine spezielle Toilettenbrille mit einem großen und einem kleinen Sitz montiert werden. So kann sich jeder bequem hinsetzen. Eine günstigere Lösung ist der Einsatz eines erhöhten WC’s, diese Toilette misst bis zu 10 cm mehr als gängigen Modelle. Während Eltern und Großeltern das WC problemlos benutzen, können Kinder mithilfe eines Fußhockers ebenfalls gut darauf Platz nehmen. Zusätzlichen Halt gewähren Haltegriffe, die Kindern und Senioren mehr Sicherheit bieten.

Sicherheit beim Händewaschen

Ein letzter, wichtiger Punkt sind die Armaturen. Hier sollten vor allen Dingen Modelle mit einem Bedienhebel zum Einsatz kommen. Sie lassen sich gut mit einer Hand bedienen. Praktischerweise sollten die Wasserhähne über einen Temperaturbegrenzer oder ein Thermostat verfügen. So ist die Haut stets vor heißem Wasser geschützt, selbst bei wildem Kinderstrampeln oder einer unachtsamen Bewegung. Die Waschtischarmatur sollte zudem eine ausziehbare Haarbrause besitzen, damit sich die ältere Generation problemlos die Haare im Sitzen waschen kann. Der weiche Wasserstrahl eignet sich darüber hinaus dann auch prima für Babys Bad im Waschbecken.

 


 

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