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Der kindersichere Pool

von Torsten Esser
Der kindersichere Pool

Toben, planschen und schwimmen: Gerade, wenn die Temperaturen über 30 Grad wandern, hat man mit einem Pool die beste Gelegenheit, sich bei herrlichen Sommerwetter im kühlen Nass zu erfrischen. Ob allein, zu zweit oder mit der ganzen Familie: Pools im Sommer sind toll, besonders mit Kindern. Oft sind diese kaum vom Pool wegzubringen – allerdings verbirgt sich hinter ihnen auch eine große Gefahrenquelle.

Gerade sehr kleine Kinder, die noch nicht so gut schwimmen können, sind gefährdet, in einem unbeobachteten Moment ins Wasser zu fallen und im schlimmsten Fall sogar zu ertrinken. In diesem Alter können Kinder meist die Gefahr noch nicht so gut abschätzen, weshalb es sich besonders empfiehlt, den Pool kindersicher zu machen. Wie das geht, verrät dieser Artikel. 

Der Pool-Alarm: kostengünstig und flexibel

Für Aufstellpools und Einbaupools gleichermaßen geeignet: Pool-Alarme eignen sich vor allem für diejenigen, die auf der Suche nach einer preiswerten Möglichkeit sind, den Pool kindersicher zu machen. Herkömmliche Pool-Alarme achten auf ungewöhnliche Bewegungen des Wassers. Ein Bewegungsmelder kann innerhalb kürzester Zeit mit einem unüberhörbar lautem Piepton auf eventuelle Gefahrensituationen aufmerksam machen.

Die Kosten eines Pool Alarms sind überschaubar. Pool-Alarme kosten zwischen 60 und 80 Euro, und sind dadurch im Vergleich zu anderen Sicherungssystemen günstig. Allerdings ist hier zu beachten, dass Pool-Alarme nur eine unterstützende Hilfe sind und das Gefahrenrisiko – im Gegensatz zu einer Poolüberdachung – nicht mindern. Damit Kinder die Gefahr unbeschadet überstehen, muss man sich immer noch in der Nähe des Pools aufhalten, um rechtzeitig eingreifen zu können. 

Hinweis: Einige der angebotenen Pool-Alarme, die meist fest an einer bestimmten Stelle des Swimmingpools montiert werden, reagieren auch auf Wasserpegeländerungen. Oft lösen sie allerdings nicht nur bei hineingefallen Personen oder Tieren den Alarm aus, sondern auch bei hohem Niederschlag oder auch bei starker Sonneneinstrahlung, da sie meist nicht zwischen Pegelminderungen und Pegelsteigungen unterscheiden können. Freischwimmende Modelle werden dagegen nur bei Wasserbewegungen aktiviert, und sind dadurch unabhängig vom Wasserpegel. Meist sind diese Geräte etwas genauer beim frühzeitigen Erkennen von Gefahrensituationen.

Poolabdeckungen – Abschließbare Safe Top Modelle mit einer Tragfähigkeit bis zu 100 kg

Wenn man den Pool einen längeren Zeitraum, wie über den Winter, nicht benutzt, eignen sich vor allem Abdeckungen für Pools zur Absicherung des Schwimmbeckens. Beim Kauf solcher Poolabdeckungen sollte man auf einige Dinge achten. In keinem Fall darf eine herkömmliche Plane verwendet werden, da sie zwar das Kind beim Fall in den Pool bremsen, allerdings dann unter dem Kind einsinken. Da dies den Unfall sogar noch verschlimmern kann, empfehlen sich vor allem Sicherheitsplanen, die mit Spanngurten und Stahlhaken gut fixiert werden können.

Die Sicherheitsplane vermindert das Unfallrisiko, andererseits kann sie die Unfallgefahr sogar noch erhöhen, da die Kinder die Gefahr darunter schlecht einschätzen, und diese als erweiterte Spielfläche ansehen könnten. Damit beim Betreten der Plane dennoch nichts passiert, gibt es mittlerweile auch abschließbare Safe Top Modelle mit einer Tragfähigkeit von bis zu 100 kg. Beim Kauf sollte man auf die französische Norm NF P 90-308 achten. Diese gibt vor, dass sich bei 100 kg Belastung keine Risse im Material bilden, und sich Kinder nicht durch die Konstruktion selber verletzen dürfen.

Je nach Modell ist auch eine Aufrollautomatik und Rollschutzabdeckung integriert, mit der sich der Pool modular abdecken lässt, und dadurch noch mehr Sicherheit bietet. Meist wird die Abdeckung über die Einfassung des Beckens gespannt. Vorteilhaft an Poolabdeckungen ist, dass das Poolwasser sauber bleibt und das Material auch die Sonnenwärme speichern kann. Dadurch kann der Swimmingpool ganz natürlich beheizt werden und spart nebenbei auch Energie.

Hinweis: Sicherheitsplanen eignen sich zur Montage auf Stein und Beton, allerdings nicht auf Rasen. Die Haken können im Rasen meist nicht fest genug fixiert werden und lockern sich womöglich unter dem Gewicht des Kindes.

Poolzaun: Für Kinder unüberwindbar

Mit Poolzäunen lassen sich Swimmingpools ebenfalls sehr gut kindersicher machen. Sie bestehen aus Metall, Holz, stabilem Kunststoff oder Sicherheitsglas. Ein Poolzaun wird für Kinder zur unüberwindbaren Barriere. Das Errichten eines fest installierten Zauns ist allerdings meist sehr aufwendig und zeitintensiv. Wenn man diese Arbeit scheut, sollte man einen Blick auf mobile Zäune werfen. Diese werden mithilfe eines Stecksystems aufgebaut, die Elemente sind zwischen 80 und 110 cm groß.

Tipp: Beim Kauf sollte auch darauf geachtet werden, dass sie ins Bild des Gartens passen, da der Bau eines Zauns um den Swimmingpool stark in die Optik des eigenen Gartens eingreift.

Preislich variieren sie je nach Poolgröße und Material stark, fix montierte Poolzäune können auch schon bis zu mehrere tausend Euro kosten. 

Poolüberdachungen mit Schließsystem und Bodenverriegelung

Eine weitere Möglichkeit, den Swimmingpool kindersicher zu machen, bieten Schiebeabdeckungen. Diese bestehen meist aus Polycarbonat-Doppelstegplatten und Gummidichtungen und sind dadurch moderner und robuster als Poolplanen. Eine Schiebeabdeckung ist die wohl sicherste Variante schlechthin: Bei Belastung sinkt sie nur wenige Zentimeter ein – Kinder könnten diese also problemlos betreten. Allerdings sind solche Pool Decks auch deutlich teuer als viele andere Poolsicherungssysteme: Meist kosten sie zwischen 700 und 1500 Euro, bei individuellen Größen meist noch etwas mehr. 

Wer seinen Garten optisch noch etwas aufbessern will, sollte einen Blick auf Schiebeabdeckhallen werfen. Gegen einen Aufpreis bekommt man hier eine meist durchsichtige Abdeckung, die sich auch verschließen lässt. Diese haben den Vorteil, dass sie sehr gut abgedichtet sind und somit erweiterten Schutz vor Schmutz bieten. 

Pools sind eine willkommene Erfrischung im Sommer, allerdings auch eine große Gefahr für Kleinkinder. Um das Unfallrisiko zu mindern, können verschiedene Maßnahmen auch schon beim Bau des Swimmingpools ergriffen werden. Generell gilt, dass Kinder nie unbeaufsichtigt am Wasser gelassen werden sollte. Selbst wenn diese schon schwimmen können, fehlt oft noch die Erfahrung. Ob Erschöpfung, Sog oder Krampf: Die Gefahr besteht weiterhin. Schwimmflügel oder Schwimmreifen reichen dann allerdings nicht immer aus, um das Kind vor dem Ertrinken zu schützen.


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