Anzeichnungen für Schönheits-OP
Bild: © detailblick-foto / Adobe Stock

Berlin (AFP) – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will jede Werbung für Schönheitsoperationen verbieten, die sich vorwiegend an Jugendliche richtet. Ein AFP am Mittwoch vorliegender Gesetzentwurf sieht das Aus für Werbemaßnahmen vor, „die sich ausschließlich oder überwiegend an Jugendliche richten“. Jugendliche würden durch die entsprechende Werbung „unter Druck gesetzt, ihr Aussehen durch operative Eingriffe zu verändern“, begründete Spahn den Vorstoß.

Spahn betonte: „Das Signal unserer Gesellschaft an junge Menschen muss sein: Du bist okay, genauso wie Du bist.“ Um Jugendliche vor unnötigen OPs zu schützen, solle jede Form von an sie gerichteter Werbung für operative plastisch-chirurgische Eingriffe verboten werden. „Das ist praktizierter Jugendschutz.“

Jeder operative Eingriff berge Gefahren für die Gesundheit, heißt es in dem Änderungsantrag. „Gerade die Altersgruppe der Jugendlichen, die sehr empfänglich für Themen wie Schönheitsideal und Aussehen sei, solle daher vor entsprechender Werbung geschützt werden. Das Verbot gelte auch für Werbung in sozialen Netzwerken.

Die geplante Neuregelung, über die zunächst der Berliner „Tagesspiegel“ berichtet hatte, soll als Änderungsantrag dem geplanten Masernschutzgesetz beigefügt werden. Dieses wird am Freitag vom Bundestag in erster Lesung beraten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie begrüßte das Vorhaben. Jugendliche seien „kein Klientel, das wir ansprechen wollen“, sagte Verbandspräsident Torsten Kantelhardt dem „Tagesspiegel“.


jp/pw

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