Vielen Kindern wird bei längeren Autofahrten schlecht und schwindelig. Gerade in der Urlaubszeit keine schöne Angelegenheit. Selbst in Bahn, Bus oder im Flugzeug, zeigt sich die Reisekrankheit, und der Weg zum Urlaubsort wird zur Tortur. Wir verraten euch, was ihr gegen die Übelkeit eurer Kinder tun könnt.

Der Sommer steht kurz vor der Türe und viele Familien reisen wieder in den Urlaub. Egal ob in die Niederlande, nach Spanien oder Österreich, überall muss man es erst einmal hin. Und das kann für die ein oder andere Familie zur echten Bewährungsprobe werden. Denn viele Kinder leiden unter der Reisekrankheit. Ihnen wird bei langen Auto-, Bahn-, oder Flugreisen schlecht und schwindelig. Manche Kinder müssen sich dabei sogar übergeben und leiden sehr unter der Anreise zum Urlaubsziel. Für die Familien (inklusive Kind) beginnt der Urlaub also erst einmal mit viel unangenehmem Stress.

Babys sind immun gegen die Reisekrankheit

Die Reisekrankheit tritt meist im Alter von zwei Jahren das erste Mal bei Kindern auf. Nämlich dann, wenn der Gleichgewichtssinn vollständig entwickelt ist. Babys sind daher meist immun dagegen und haben selbst mit stundenlangen Autoreisen keine Probleme.

Die Reisekrankheit ist keine medizinisch anerkannte Krankheit, sondern eine Reaktion auf widersprüchliche Bewegungsreize, mit denen das Gehirn der Kinder überfordert ist. So melden beim Autofahren die Augen dem Gehirn, dass sich das Kind schnell bewegt, der Gleichgewichtssinn dagegen meldet: ruhiges sitzen. Dieser Widerspruch führt zur Reisekrankheit und lässt Kinder mit Übelkeit, Erbrechen und Schwindel reagieren. Neben diesen typischen Symptomen können noch Müdigkeit, kalter Schweiß und innere Unruhe auftreten.Meist mindern sich die Symptome mit wachsendem Alter. Bereits Teenager leiden nur noch sehr selten an der Reisekrankheit und im Erwachsenenalter ist sie gänzlich verschwunden. Aber es gibt auch noch Erwachsene, die unter der „Krankheit“ leiden.

Der Reisekrankheit vorbeugen – Ablenkung hilft

Es gibt einige Maßnahmen, um der Reisekrankheit vorzubeugen. So sollten Kinder vor der Abfahrt nichts fettiges oder generell allzu große Portionen essen. Bonbons während der Fahrt hingegen können helfen, der Übelkeit den Kampf anzusagen. Die beste Zeit für eine lange Anreise zum Urlaubsort ist die Nacht, denn wenn die Kinder schlafen, ist ihr Gleichgewichtssinn ausgeschaltet und die Reisekrankheit hat keine Chance. Muss die Anreise jedoch Tagsüber stattfinden, 10 Spielideen zur Ablenkung gegen die Reisekrankheit. Einfach ein Hörspiel in den CD-Player werfen, und schon haben die Kleinen während der Fahrt etwas zu tun.

Erste Hilfe bei Übelkeit und Co.

Ist es bereits zu spät und das Kind leidet unter Übelkeit und Schwindel, helfen ein paar Sofortmaßnahmen. Eltern können ihrem Kind salzige Dinge zum knabbern geben: z.B. Salzstangen oder Cracker. Auch etwas frische Luft im Auto kann helfen. Man sollte sein Kind im Auto zusätzlich dazu animieren, aus der Frontscheibe zu schauen, anstatt aus dem Seitenfenster. Das lässt die Fahrt nicht so schnell wirken, und das Gehirn kann die Bilder besser verarbeiten. Wenn es dem Kind zusehends schlechter geht, hilft meist nur eine Pause. Auch wenn das die Reise verlängert, etwas Bewegung und 15 Minuten Ruhe können dem Kind sehr gut helfen.

Hilfe aus der Apotheke

Mittlerweile gibt es auch in der Apotheke einige Mittel gegen die Reisekrankheit. Hier ist abzuwägen welchen Nutzen das Kind davon hat. Denn es gibt zwei Wirkstoffe die gegen die Reiseübelkeit wirken, Diphenhydramin und Dimenhydrina. Mittel mit diesen Wirkstoffen sind zwar effizient, haben aber leider sehr viele Nebenwirkungen, wie innere Unruhe, Angstzustände und mögliche Schweißausbrüche. Natürlich reagiert nicht jedes Kind mit diesen Nebenwirkungen. Daher kommt es sicherlich auf einen Versuch an, um dem Kind Linderung zu verschaffen.

Auch in der Homöopathie finden sich Mittel gegen die Reisekrankheit. Die auf pflanzlicher Basis bestehenden Medikamente sind meist leicht verträglich und verschaffen schnell Linderung der Symptome. Außerdem können sie bereits vor dem Start in den Urlaub als vorbeugende Maßnahme gegeben werden. Eins dieser Mittel ist Globuli Cocculus D12.


About the Author

Jacqueline Esser

Erzieherin, Mutter, Autorin

Jacqueline ist staatlich anerkannte Erzieherin, mit der Qualifikation zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Diese Qualifikation hat sie bereits lange, bevor es als Pflichtteil zur Ausbildung aufgenommen wurde, freiwillig absolviert. Neben ihrer beruflichen Laufbahn, ist sie Mutter von zwei Kindern. Einem Mädchen und einem Jungen. Ihre Erfahrungen schöpft sie also aus beruflichen sowie privaten Herausforderungen. Dies macht sie zu einer perfekten Autorin für unser Magazin.

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