Gesundheit Familie
Bild: © veerapong / Adobe Stock

Berlin (AFP) – Der Gesundheitszustand von Eltern und Kindern, die in Deutschland eine Kur antreten, ist nach einer Auswertung des Müttergenesungswerks schlechter als angenommen. In mehr als 90 Prozent der Fälle bekämen Mütter und Väter die Kur als eine Vorsorgemaßnahme wie im Sozialgesetzbuch vorgesehen genehmigt, teilte das Müttergenesungswerk am Mittwoch in Berlin mit. Tatsächlich aber seinen mehr als 20 Prozent der Kurpatienten bereits Rehafälle.

Während eine Vorsorge meist früh ansetzt, um Gesundheitsstörungen zu verhindern oder zu vermindern, sorgt eine Rehamaßnahme dafür, eine bestehende Krankheit zu beseitigen oder nicht weiter zu verschlimmern. Die Kuratoriumsvorsitzende des Müttergenesungswerks, Svenja Stadler, verwies darauf, dass die Zahlen vor der Corona-Pandemie erhoben wurden. Sie erwarte nun „eine Verschärfung durch die monatelange Doppelbelastung von Arbeit und Homeschooling in vielen Familien“ während der Pandemie.

Wie bei den Eltern gebe es auch bei den Kindern eine häufig nicht erkannte Krankheitssituation. Zwei Drittel der Kinder seien nach der Eingangsuntersuchung in den Kurkliniken als behandlungsbedürftig einzustufen. Aber nur ein Drittel habe zuvor von den Krankenkassen eine Bewilligung als behandlungsbedürftiges Kind erhalten.

39 Prozent der Kinder zeigen demnach Verhaltensauffälligkeiten oder ADHS, 34 Prozent Atemwegserkrankungen. Bei den Eltern haben 80 Prozent der Mütter und 78 Prozent der Väter Erschöpfungszustände bis hin zum Burnout, oft verbunden mit Schlafstörungen, Gereiztheit und Angstzuständen.


ran/cfm

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