Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen mit Sehschwäche in Deutschland steigt. Immer früher wird der Brillenkauf für Eltern ein wichtiges Thema. Damit einhergehend kommt häufig auch die Frage auf, ob und wann Kontaktlinsen für Kinder geeignet sind. Was gilt es zu beachten?

Allgemeines zu Kontaktlinsen

Kontaktlinsen bestehen heutzutage aus Silikon und/oder Hydrogel und werden nach verschiedenen Kriterien differenziert: Es gibt harte und weiche Linsenvarianten, die sich in ihrer Formstabilität unterscheiden. Weiche Linsen sind flexibler und liegen direkt auf dem Auge, harte Linsen sind dagegen fester und schwimmen auf dem Tränenfilm. Jede Linsenart hat Vor- und Nachteile. Was für einen selbst besser geeignet ist, hängt von der Beschaffenheit der eigenen Augen ab.

Weiterhin lassen sich Linsen nach der Tragedauer unterscheiden. Es sind Tages- oder Wochenlinsen erhältlich oder auch Monats- und Jahreslinsen. Eine weitere Unterscheidung erfolgt anhand der Funktion: Sphärische Linsen gleichen Kurz- beziehungsweise Weitsichtigkeit aus, torische Linsen korrigieren Hornhautverkrümmungen und multifokale Linsen sorgen für Gleitsicht.

Ab wann sind Kontaktlinsen eine Option?

Kontaktlinsen
Bild: © 家貓 / Adobe Stock

Kontaktlinsen sind überaus praktisch im Alltag. Sie behindern nicht beim Sport oder im Kino, beschlagen nicht und sind nicht so anfällig für Unfälle. Trotzdem greifen die meisten Eltern für ihre Kinder zur Brille. Dabei gibt es für Kontaktlinsen faktisch keine Altersbeschränkung:

Maßgeblich ist die motorische Fähigkeit des Kindes. Ist es in der Lage, die Linsen eigenständig einzusetzen oder herauszunehmen, sind Linsen in der Regel kein Problem. Wichtig ist dabei der korrekte Umgang mit dem Pflegemittel, damit man die Linsen auch langfristig nutzen kann. Dafür muss das Kind verstehen, was bei falscher Nutzung passieren kann. Beispielsweise können die Linsen bei zu wenig Pflegemittel austrocknen, bei zu langem Tragen die Augen reizen oder bei zu kurzer Zeit in der Lösung nicht richtig sauber werden.


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Es gibt Studien, die belegen, dass Kinder im Grundschulalter ab 8 Jahren in der Lage sind, Kontaktlinsen täglich zu benutzen. Das hängt individuell vom Charakter des Kindes ab.

Ein häufig angewandter Test konzentriert sich auf die Fähigkeit des jeweiligen Kindes, bestimmte Aufgaben im Haushalt regelmäßig und ohne Erinnerung gewissenhaft zu erledigen. Das kann ein Indikator sein, ob das Kind mit Kontaktlinsen umgehen könnte. Vor allem aber sind Kontaktlinsen für Jugendliche geeignet, die keine Brille mehr tragen wollen.

Voraussetzungen für Kontaktlinsen

Kontaktlinsen müssen, bei Erwachsenen wie bei Kindern, individuell an das Auge angepasst werden, um einen optimalen Effekt zu erzielen. Eine Untersuchung beim Augenarzt ist also empfehlenswert. Auch die Beschaffenheit des Auges in Bezug auf Trockenheit, Reizung und generelle Empfindlichkeit ist relevant. Des Weiteren muss der Träger in der Lage sein, sich selbst ans Auge zu fassen. Dafür kann man meist beim Optiker oder Arzt mit Probelinsen üben. Manche Menschen sind dazu nicht in der Lage oder haben so empfindliche Augen, dass sie sich nicht an Linsen gewöhnen können.

Gerade in jungen Jahren ist es aber auch wichtig, regelmäßige Nachuntersuchungen durchführen zu lassen und die Linsen gegebenenfalls anzupassen, da sich Kinderaugen häufig noch verändern.


 

Torsten Esser
Torsten hat das Vollzeit-Papa-Diplom. Er hat einen kleinen Sohn und eine Stieftochter, die er liebt, als wäre es seine eigene. Darüber hinaus hat er acht Semester lang "Soziale Arbeit" studiert. Mit einer unübertroffenen Mischung aus Wissen und Bauchgefühl, ist er der geborene Autor für dieses Magazin. Und ganz nebenbei kümmert er sich als Gründer und Inhaber von 1-2-family.de um alle Belange des Magazins.

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