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Kinderärzte alarmiert wegen fehlender Impfungen und verschleppter Behandlungen

von AFP
Kleiner Junge mit Teddybär Schutzmaske

Köln (AFP) – Kinder- und Jugendärzte zeigen sich alarmiert, weil Eltern wegen der Corona-Krise Praxisbesuche mit ihren Kindern vermeiden.

„Verschleppte Behandlungen und fehlende Impfungen können lebensgefährlich werden“, warnte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte am Montag in Köln. Demnach mehrten sich die Berichte von Ärzten über Kinder, die trotz sichtbarer Krankheitszeichen deutlich verspätet in der Praxis vorgestellt würden.

Es gebe sogar Berichte über Kinder mit einer akuten Leukämie, die zu spät zum Arzt gebracht worden seien und damit wichtige Zeit für die Therapie dieser lebensbedrohlichen Krankheit verloren hätten. „Das sind dann besonders tragische Fälle“, erklärte Sigrid Peter, Vizepräsidentin des Berufsverbands.

Viele Kinder bekämen derzeit auch nicht die empfohlenen Schutzimpfungen. Grundimmunisierung im ersten Lebensjahr schütze vor so gefährlichen Krankheiten wie Keuchhusten, Kinderlähmung und Masern. Kinder, die diese Grundimmunisierung und auch die Auffrischimpfungen nicht bekämen, seien den Erregern schutzlos ausgeliefert.

Die Kinder- und Jugendärzte bekräftigten, dass auch unabhängig von der Corona-Krise die geltenden Hygienestandards in den Praxen selbstverständlich umgesetzt würden. „Das Infektionsrisiko an anderen belebten Orten ist um ein Vielfaches größer“, erklärte Verbandschef Thomas Fischbach. „Eltern brauchen im Krankheitsfall ihrer Kinder unsere Praxen daher nicht zu meiden und ihren Nachwuchs eventuell anderen gesundheitlichen Risiken auszusetzen.“


hex/cfm

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