Berlin (AFP) – Die Kassenärzte wollen verstärkt über die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder informieren.

Nur wenige Eltern nutzten die sogenannten U-Untersuchungen im vollen Umfang, erklärte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Dienstag in Berlin. Im Rahmen einer Informationskampagne sollen Eltern daher mit Wartezimmerplakaten und Flyern auf das Thema aufmerksam gemacht werden.

Gerade in den ersten Lebensjahren machten Kinder zahlreiche Entwicklungsschritte. „Wird eine mögliche Erkrankung oder Entwicklungsstörung rechtzeitig erkannt, so zahlt sich dies für das gesamte Leben aus“, erklärte KBV-Vize Stephan Hofmeister. Auch die Impfberatung müsse besser genutzt werden. „Wie wichtig eine rechtzeitige Impfung ist, zeigen die Masernfälle der jüngsten Vergangenheit in Deutschland“, erklärte er.

Für Kinder gibt es von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr elf Vorsorgeuntersuchungen – die U1 bis U9 werden im gelben Vorsorgeheft und die J1 gesondert dokumentiert. Diese U-Untersuchungen sind immer kostenlos.

Zusätzliche drei Gesundheitschecks – U10, U11 und J2 – empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Diese erstatten noch nicht alle Krankenkassen.

Im letzten Jahr gab es einige Änderungen und Anpassungen bei den Vorsorgeuntersuchungen. Selbst das sogenannte U-Heft wurde vollständig überarbeitet.

hex/cfm/tes


 

Über den Autor

AFP

Die AFP ist eine internationale Nachrichtenagentur. Auf unserer Seite veröffentlichen wir relevante Nachrichten der AFP in Bezug auf Familie, Eltern und Kinder.

Alle Beiträge ansehen