Heuschnupfen 2018: Darauf sollten Kontaktlinsenträger achten

Frau mit Kontaktlinsen
Bild: © benik.at / Fotolia

Die einen können es kaum erwarten, dass die Temperaturen wieder steigen, die Tage länger werden und die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. Die anderen sehen dem Frühjahr mit Sorge entgegen, denn Frühlingszeit ist Heuschnupfenzeit. Fast jeder fünfte Deutsche leidet an einer Allergie. Die meisten von ihnen unter der Pollenallergie. Insbesondere Kontaktlinsenträger haben es in dieser Zeit nicht leicht. Sie müssen in der Pollensaison ihren Augen besondere Aufmerksamkeit schenken, um den vollen Durchblick zu behalten.

Welche Kontaktlinsen bei Heuschnupfen tragen?

Vor allem Kontaktlinsenträger, die weiche Linsen tragen, haben in der Pollenflugzeit mit Problemen zu kämpfen. Dies liegt häufig an den antiallergischen Augentropfen, die zur Linderung der Heuschnupfen-Symptome eingesetzt werden. Weiche Linsen besitzen größere Poren als harte Linsen. In diesen können sich Moleküle der Augentropfen ablagern und das Linsenmaterial angreifen. Bindehaut und Hornhaut werden dadurch zusätzlich gereizt und das Tragen der Kontaktlinsen fühlt sich unangenehm an. Bei harten Kontaktlinsen passiert das nicht, daher sind diese Sehhilfen bei Heuschnupfen deutlich besser geeignet.

Tageslinsen: die clevere Alternative bei Heuschnupfen

Wer in der Pollensaison nicht auf weiche Kontaktlinsen verzichten möchte, sollte zu Tageslinsen greifen. Linsen, die täglich gewechselt werden, verhindern eine Ablagerung der Pollen. Man kann sie einfach abends entsorgen und morgens ein steriles Paar einsetzen. Ein weiterer Vorteil: Die aufwendige Pflegeprozedur am Abend bleibt einem erspart.

-Anzeige-

Weitere Tipps für die Pollenzeit

Um den bekannten Symptomen von Heuschnupfen wie Brennen und Jucken der Augen entgegenzuwirken, ist es sehr wichtig, ein besonderes Augenmerk auf die Pflege der Kontaktlinsen und der Augen zu legen. Wichtige Pflegetipps:

  • Augenreiben kann schnell gefährlich werden und sollte in jedem Fall vermieden werden.
  • Die tägliche Reinigung der Kontaktlinsen muss noch sorgfältiger ausfallen, als an gewöhnlichen Tagen. Leistungsstarke Peroxid-Systeme sind hier besser geeignet als All-in-One-Lösungen, da sie eine stärkere Reinigungswirkung bieten und keine Konservierungsstoffe enthalten.
  • Spezielle für Allergiker und Kontaktlinsenträger geeignete Nachbenetzungstropfen versorgen die Augen mit Feuchtigkeit und erhöhen den Tragekomfort der Kontaktlinsen.
  • Wer am Tage draußen unterwegs ist, trägt am besten eine Sonnenbrille, die zumindest einen gewissen Schutz vor herumfliegenden Pollen bietet.

Brille: Die bessere Alternative bei Heuschnupfen

Sofern die entsprechenden Pflegetipps eingehalten werden, kommen die meisten Kontaktlinsenträger problemlos durch die Pollensaison. Trotzdem raten viele Augenärzte Allergikern dazu, in der Heuschnupfenzeit nur selten Kontaktlinsen zu tragen und besser ganz auf eine Brille umzusteigen. Dies gilt vor allem für Träger weicher Kontaktlinsen, da hier die Gefahr von Augenerkrankungen besonders hoch ist. Mit einer Brille können die Augen die Heuschnupfenzeit möglichst schonend überstehen.

Frau mit Brille
Während eines Allergieschubes reizt eine Brille die Augen weniger, als Kontaktlinsen (Bild: © benik.at / Fotolia)

[blockquote align=“none“ author=““]Leidenschaftliche Kontaktlinsenträger, die trotz allem nicht auf ihre praktischen Sehhilfen verzichten wollen, sollten in der Pollenflugzeit entweder auf Tageslinsen umsteigen oder ihre Linsen besonders gründlich mit einer Peroxidlösung reinigen. Sollte es trotz allem zu starken Augenreizungen kommen, ist es ratsam, einen Augenarzt aufzusuchen.[/blockquote]


 

-Anzeige-

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here