Kinder sind von Natur aus neugierig. In Rollenspielen ahmen sie ihre Eltern nach – und spiegeln, was sie täglich bei ihnen beobachten. Dabei ist natürlich besonders spannend, was der Vater mit all dem „gefährlichen“ Werkzeug in der Werkstatt macht. Auch die Mutter, die im Wald Stöcke gesammelt hat, wird mit gespannten Augen erwartet. Holz ist ein ganz vielseitiger Werkstoff, den man auch schon mit Kinden toll bearbeiten kann. Die natürliche Neugierde von Kindern können Eltern dabei nutzen, um gemeinsame Projekte durchzuführen. Denn – wer mit Holz arbeitet, hat danach etwas greifbares in der Hand. Von der Deko-Idee bis zum Möbelstück, macht das Ergebnis wirklich stolz.

Neues Lernen – Kreativität und Selbständigkeit fördern

Bei solchen Familienprojekten können Eltern ihren Kindern viel neues Wissen vermitteln. Aber auch das selbstständige Lernen wird ganz aktiv angeregt. Viele Fragen beantworten sich eben leichter, wenn man es einfach mal macht. So traut man sich gemeinsam Stück für Stück an aufwendigere Projekte. Und wird echte Hilfe benötigt, dann gibt es immer eine Expertenseite zum Thema Holz, welche zu Rate gezogen werden kann.

Wählt man Holz als Werkstoff, kommt neben dem rein praktischen Sinn eines Projektes, auch der ästhetische Part ganz besonders zur Geltung. Denn unterschiedliche Hölzer haben auch eine vollkommen unterschiedliche Optik. So kann man ein Objekt vollkommen naturbelassen lasieren, ölen oder auch wachsen. Oder man lackiert es in einer gewünschten Farbe. Jeder kann seine ganz persönlichen Vorlieben mit einbringen. Eine tolle Sache!

Projektideen für das Arbeiten mit Holz:

Der Wanderstock für den nächsten Ausflug

Ein cooles erstes Projekt kann das Schnitzen eines eigenen Wanderstocks sein. Speziell für Kinder geeignete Schnitzmesser, gibt es bereits zu günstigen Preisen. Diese sind scharf genug, um damit zu schnitzen, bieten jedoch das höchste Maß an Sicherheit. Für dieses Projekt kann bei einem Spaziergang durch den Wald, nach geeigneten Stöcken gesucht werden. Sie sollten groß, stabil und dick genug sein, um daran schnitzen zu können. Die Rinde darf ruhig mit Moos bedeckt sein. Sie wird während des Projekts entfernt. Bestenfalls findet man einen Ast ohne Astloch.

Bild: © Maria Sbytova / Adobe Stock

Zu Hause wird die Rinde mit dem Messer entfernt. Der nun kahle Stock kann jetzt weiter bearbeitet werden. Es können Ringe geschnitzt werden, oder Symbole. Zacken oder Karos können entstehen. Nützlich kann am unteren Ende eine angedeutete Spitze sein. So hat der Stock einen guten Halt am Boden. Aber nicht zu spitz werden – es wird ja kein Speer. Ist der Stock fertig geschnitzt, kann er lackiert werden, um dem Holz Haltbarkeit zu verschaffen.

Die Holzzaun-Familie für den eigenen Garten

Vielleicht steht im Garten ein Zaun, der seine Zwecke erfüllt, aber ehrlicherweise nicht mehr ganz frisch ist – nicht mehr sonderlich schön ausschaut. Vielleicht braucht aber auch nur der Vorgarten ein wenig fröhliche Farbe. Dann gibt es eine tolle Idee für das nächste Familienprojekt. Eine selbst gestaltete Holzzaun-Familie.

Viel wird nicht benötigt. Das vorhandene Holz muss abgeschliffen werden, oder neue (schlichte) Zaunbretter besorgt werden. Gemeinsam wird eine Grundfarbe für die Bretter gesucht. Sind auch Pinsel oder Rollen besorgt, kann jedes Familienmitglied sein Zaunelement grundieren. Nach dem Trocknen folgt der zweite Schritt. Hier ist Kreativität gefragt! Jeder malt sich selbst als Figur auf sein persönliches Zaunelement. Die Bilder können auch mit Namen versehen werden. Gibt es Haustiere, dürfen diese eigentlich auch nicht fehlen.

Bild: © Sinuswelle / Adobe Stock

Um die Figuren auf das Holz zu malen, kann man normale Acryl-Farben nutzen. Sie decken gut und man arbeitet mit kräftigen Farben. Sind die Bilder getrocknet, schafft man mit Klarlack eine Wetterschutzschicht. So hat euer künftiger Zaun ein paar Jahre, um Freunde und Verwandtschaft einladend zu begrüßen.

Aus Alt mach Neu – Möbel restaurieren

Manche Familien sind Besitzer von wirklichen Schätzen. Und zwar in Form von antiken Möbeln. Oder zumindest sehr alten. Mitunter findet man tolle alte Stühle, welche seit Jahren auf dem Dachboden verrotten, oder wunderschöne alte Kommoden, welche nur noch als Werkbank oder in der Werkstatt benutzt werden. Dabei wären sie auch im Haus eine wahre Pracht, würde man sie noch einmal herrichten.

Oft genügt es schon, wenn man solch alte Möbel schleift, spachtelt und neu lasiert bzw. lackiert. Schränke und Türen bekommen vielleicht neue Beschläge. Dabei ist es unglaublich spannend zu sehen, wie ein ehemals heruntergekommener Schrank aussieht, wenn er in frischer Pracht erstrahlt. Solche Projekte sind natürlich wesentlich komplexer – aber auch lohnenswert. Aber: ein wenig ist es wie bei der Altbausanierung. Erst wenn man angefangen hat, kommen die Hürden und Überraschungen ans Licht. Hier wird man sicher öfter nachlesen müssen, um für ein Problem eine Lösung zu finden.

Bild: © stock28studio / Adobe Stock

Grundsätzlich gilt: Der Exzenterschleifer, um den alten Lack zu entfernen – und der Akkubohrer, um alle Schrauben und Scharniere zu lösen, wird den Kindern sicher gefallen. In diesem Projekt können (und müssen) Kinder dann auch die Sicherheitsaspekte beim Werken etwas intensiver verinnerlicht haben. Wann brauchen sie eine Schutzbrille und Handschuhe, und wann können sie relativ frei arbeiten? Nur wenn alles nahtlos ineinander greift, werden am Ende alle Beteiligten vor Stolz geradezu platzen.


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