Teenager mit Smartphones und Tablet
Bild: © oneinchpunch / Adobe Stock

Jugendliche haben ihr Smartphone immer bei sich und können es sich nicht mehr wegdenken. Sie nutzen es im Bus und in der Bahn, aber auch bei gemeinsamen Mahlzeiten mit der Familie. Viele Eltern werden sich fragen, was die Kinder die ganze Zeit über im Internet machen. Soziale Medien können ein Zeitvertreib sein, aber auch weiterbilden, informieren und den Austausch fördern. Infos aus dem „Social Media Guide für Eltern und Grosseltern“ .

Unterhalten

Die sozialen Medien dienen oft einfach nur der Unterhaltung. Memes sind mit humoristischen Sprüchen versehene Bilder. Sie werden auf Facebook oder Instagram mit Freunden verlinkt. Eigene Tanzvideos zu Liedern können auf der Plattform TikTok aufgenommen werden. Selbstportraits mit lustigen Filtern werden über Snapchat verschickt. Die sozialen Medien setzen der Kreativität keine Grenzen.

Videos auf YouTube anschauen

Musikvideos, Tipps für Rezepte oder Schminktipps können über die Plattform YouTube hochgeladen und angesehen werden. YouTube kann unterhalten, doch ist es auch informativ. Tipps mit Videos zu fast allen Lebenslagen sind dort zu finden. Das Wechseln von Autoreifen wird dort ebenso erläutert wie die Probe, ob eine Avocado reif ist. Influencer haben inzwischen eine hohe Popularität. Sie laden regelmäßig Videos zu verschiedenen Themen hoch und verdienen mit Produktplatzierungen in den Videos Geld.

Videocalls und Chats

Die jungen Erwachsenen von heute quatschen genauso gerne wie die Jugendlichen früher stundenlang. Das, was früher von Angesicht zu Angesicht klappte, kann dank Social Media rund um die Uhr von überall erfolgen. Innerhalb von Sekunden kann neuer Gesprächsstoff über Facebook Messenger, WhatsApp und andere Plattformen ausgetauscht werden. Das gelingt auch mit Fotos und Videos. FaceTime oder Skype ermöglichen auch das Telefonieren per Videoanruf.

Nachrichten lesen

Social Media geraten schnell in einen schlechten Ruf, da sie angeblich Kinder und Jugendliche verblöden. Kinder vertrödeln längst nicht nur ihre Zeit im Netz. Nachrichten-Apps ermöglichen auch die zeitnahe Information über die neuesten Ereignisse aus aller Welt. Das funktioniert viel schneller als über Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine.

Die Meinung äußern

Die Meinung zu politischen Themen, Klimaschutz und anderen aktuellen Ereignissen zu äußern und mit anderen zu teilen, das ist über soziale Medien ganz einfach. Jugendliche können untereinander, aber auch mit Politikern und anderen Verantwortlichen diskutieren. Klassische Demonstrationen können auch online verbreitet werden. Soziale Medien ermöglichen einen regen Meinungsaustausch.

Immer auf dem Laufenden mit sozialen Medien

Die neuesten Fotos können auf Instagram gepostet und gelikt werden. Das Kommentieren und Teilen aktueller Beiträge ist auf Facebook möglich. Bei einigen sozialen Medien können Storys aufgenommen werden. Kleine Videos über aktuelle Situationen aus dem Alltag lassen sich in Echtzeit hochladen. So bleiben die Follower immer auf dem Laufenden. Werden die Videos nicht als Highlight gespeichert, verschwinden sie nach 24 Stunden wieder.

Die Welt auf einem Handy – Social Media sollten auch Eltern kennen, um ihre Kinder bei potenziellen Gefahren zu unterstützen. (Bild: © Aleksei / Adobe Stock)

Es wäre unfair, soziale Medien als schlecht einzustufen. Die Lesesucht wurde vor 250 Jahren noch kritisch betrachtet. Inzwischen gelten Menschen, die viel lesen, als gebildet. Sie sollten den sozialen Medien gegenüber nicht abgeneigt sein. Halten sich Ihre Kinder viel in sozialen Medien auf, sollten Sie vielmehr Ihr Interesse bekunden.

Lernen Sie die Welt von Instagram kennen und lassen Sie sich YouTube-Videos von Ihren Kindern zeigen. So gewinnen Sie Kenntnis darüber, was Ihre Kinder die ganze Zeit über im Internet machen. Lassen Sie Ihre Kinder wissen, dass Sie ihnen stets als vertrauensvoller Ansprechpartner bei Problemen zur Seite stehen. Der kostenlose Social Media Guide für Eltern und Großeltern hält noch weitere wertvolle Tipps bereit.


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