Online-Gefahren für Kinder
Bild: © antic / Adobe Stock

Die junge Generation wächst heute so selbstverständlich mit den vielfältigen Angeboten des Internets heran, dass manchmal vergessen wird, dass dort auch Gefahren lauern. Dazu gehören insbesondere ungeeignete Inhalte (z.B. gewaltverherrlichende Darstellungen), aber auch Kostenfallen und Computerviren. Hier fassen wir die größten aktuellen Online-Gefahren für Kinder zusammen.

Online-Gefahren für Kinder

Pornografie

Nach deutschem Recht dürfen Anbieter von pornografischen Inhalten ihr Angebot nur für Erwachsene öffnen. Die meisten Unternehmen halten sich daran. Wenn man im Internet nach derartigen Inhalten sucht, merkt man jedoch schnell, dass der größte Teil der Angebote aus dem Ausland stammt. Diese sind ohne Zugangsbeschränkung abrufbar und vielen Jugendlichen bestens bekannt. Unabhängig davon kursieren im Internet Millionen von Nacktfotos, die von Privatpersonen hochgeladen und weiterverbreitet werden.

Pädophilie

Eine der größten Online-Gefahren für Kinder stellen Sexualstraftäter dar. Die Täter lauern häufig in sozialen Netzwerken und nutzen die Naivität der Kinder aus. In Einzelfällen schaffen sie es, ihre Gesprächspartner zu gefährlichen persönlichen Treffen zu überreden. Dabei geben sie sich gerne als jemand anderes aus. In einigen Ländern, beispielsweise in Polen und den USA, werden Namen und Fotos von verurteilten Sexualstraftätern öffentlich gemacht. So haben Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder vor Belästigungen aus dem Internet zu schützen.

Malware

Kinder lieben es, kostenlose Apps auf ihren Endgeräten zu installieren. Leider handelt es sich dabei nicht immer um harmlose Programme von seriösen Anbietern: Manchmal verbirgt sich dahinter eine Schadsoftware, die sensible Daten abgreift. Im schlimmsten Fall wird das Zielgerät komplett übernommen und in einem Botnet eingesetzt, wodurch sich die Systemleistung erheblich verringert. Um ihre Opfer dazu zu bringen, die Software zu installieren, bedienen sich Cyberkriminelle verschiedener Tricks. Eine beliebte Methode ist, das Schadprogramm als Spiel zu tarnen. Diese Spiele gelangen dann – oft aufgrund von Unkenntnis – durch Kinder auf deren Smartphones, oder werden auf den Geräten der Eltern installiert.

Cybermobbing

Das Cybermobbing ist für viele Kinder und Jugendliche zu einem dauerhaften Problem geworden. Statistiken zeigen, dass rund 17 Prozent aller 15-jährigen Schüler in Deutschland davon betroffen sind – Tendenz steigend.

Mit einer Überwachungs-App für Kinder Handy können Eltern theoretisch die Täter identifizieren und Gegenmaßnahmen einleiten. Der hier eingefügte Link dient lediglich beispielhaft zur Veranschaulichung typischer Suchergebnisse zu diesem Thema. Eine solche App wird einmalig auf dem Zielgerät installiert und liest beinahe alle darauf befindlichen Daten aus. Dazu gehören unter anderem Social Media-Chats, SMS, E-Mails und GPS-Standortdaten.

Aber Vorsicht: so verlockend die Installation solcher Apps auch klingen mag. Nur wenige sind tatsächlich mit der seit Mai 2018 geltenden Datenschutzgrundverordnung im Einklang. Aktuell werden immer mehr Produkte vom Markt genommen – und sogar verboten, da man mit ihnen seine Kinder auf eine Weise ausspionieren könnte, wie es schlicht nicht mit dem Gesetz vereinbar wäre. Dazu gehören neben sogenannter Spionage-Apps auch Smartwatches und Spielzeug. Wo selbst Spielzeug- und Unterhaltungselektronikhersteller in eine Grauzone geraten, sollte man sich vor der Nutzung einer Sicherheits-App für Kinderhandys enorm gut informiert haben.


Im Video: Papa singt Lippensynchron mit kleiner Tochter

(Video startet eventuell nach einer Werbung)


 

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