Die einschränkenden Maßnahmen wegen des Coronavirus, stellen zurzeit unser aller Leben schwer auf den Kopf. Die bundesweit angeordnete Kontaktsperre trifft viele Menschen auch seelisch sehr tief. Gerade Kindern fällt es besonders schwer, auf ihre Freunde aus dem Kindergarten – oder der Schule zu verzichten. Auf Dauer fallen da auch Telefonate und Videochats immer schwerer, wenn man sich nicht treffen darf. Vielerorts wird mit dem Ball quer über den Gartenzaun gespielt. Ein kleiner Trost. Aber wie sieht es aus, wenn die Sehnsucht nicht den Freunden gilt, sondern einem getrennt lebenden Elternteil? Darf man sich noch treffen – oder besuchen?

Umgangsrecht bei Corona unverändert?

Fragt man führende Experten, wie man sich im Trennungsfall in Bezug auf das Besuchsrecht zwischen Kind und zweitem Elternteil verhalten sollte, wird ganz klar empfohlen, dass man möglichst schonend aber konsequent die angedachten Vorgaben einhält. Soll heißen, dass man lediglich Kontakt mit den im eigenen Haushalt lebenden Personen haben sollte. Allenfalls mit EINER weiteren NICHT dem Haushalt angebundenen Person. Übersetzt klingt das nach: wäre schon machbar, aber keine gute Idee.

Gesetzlich ist die Lage etwas deutlicher. Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen gelten bisher nicht für das Umgangs- bzw. Besuchsrecht im familiären Umfeld. Unter Umständen kann man nicht ausschließen, dass sich diese Regelungen im Laufe der Corona-Krise noch einmal verschärfen werden. Zurzeit gibt es hier jedoch keine nennenswerten Einschränkungen in den jeweiligen Allgemeinverfügungen.

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Was ist denn jetzt für den Umgang sinnvoll?

Die aktuellen Regelungen machen die Situation zu einer Gewissensfrage. Immerhin ist es für das getrennt lebende Elternteil – und auch für die Kinder – eine beinahe unertragbare Liebeslücke. So ist es sicherlich nicht ganz unwichtig, jederzeit vollkommen ehrlich über die gesundheitlichen Umstände des jeweils anderen Haushaltes aufgeklärt zu sein. Dann sollte noch geklärt sein, ob jemand aus den beiden Haushalten mit Personen in Kontakt steht, welche Gefahr laufen, einen schlimmeren Verlauf der Lungenkrankheit Covid-19 zu erleben. Auf der anderen Seite könnte auch eine Person direkt aus den beiden Haushalten zur sogenannten Risikogruppe gehören. In all diesen Fällen wäre ein Kontakt zum getrennt lebenden Elternteil vorübergehend eine ernsthafte Gefahr für Menschenleben. Eine furchtbar tragische Situation. Jedoch müssen diese Umstände ja auch nicht dauerhaft vorhanden sein. Also in diesen Fällen immer wieder neu – und ehrlich – abwägen.

Sollte es keine unausweichlichen Umstände geben, steht rein rechtlich dem Kontakt nichts im Wege. Auch hier gilt dann aber auf jeden Fall eine zwingende Ehrlichkeit zum Gesundheitszustand jeder beteiligten Person. Denn: besteht ein Verdachtsfall oder gar eine Infektion, ist natürlich auch das Umgangs- und Besuchsrecht außer Kraft. Wer hier unehrlich handelt, um seine Liebsten zu sehen, riskiert harte Strafen.


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